Notizen vom 21. Bundesliga-Spieltag
Hamburg (dpa) - 24.02.2008, 12:17 Uhr
Das Duell zwischen BVB und Hansa war für Pagelsdorf und Doll ein Wiedersehen mit der Vergangenheit.
Amüsantes, Interessantes und Statistisches: Die Deutsche Presse-Agentur dpa hat unterhaltsame Randgeschichten vom 21. Bundesliga-Spieltag zusammengestellt: BROILER-BAR: Das Duell zwischen Borussia Dortmund und Hansa Rostock war für die Trainer beider Teams ein Wiedersehen mit der Vergangenheit. Der ehemalige BVB-Profi Frank Pagelsdorf empfand dabei angesichts der 0:1-Niederlage weniger Freude als der ehemalige Rostocker Thomas Doll. In einem Interview mit der Ostsee-Zeitung vor der Partie machte Kosmopolit Doll keinen Hehl aus seiner Verbundenheit mit der alten Heimat: «Die Brise, das ist einfach schön. Und dann vermisse ich die Broiler-Bar im Hotel Neptun.» Hansa- Kapitän Stefan Beinlich reagierte umgehend: «Wenn wir den Klassenverbleib schaffen und Dortmund nächste Saison zu uns kommt, lade ich ihn in die Broiler-Bar ein.» MIRACULIX: Bayer Leverkusens Kult-Masseur Dieter Trzolek hat alles dafür getan, dass die Profis der Werkself 44 Stunden nach dem UEFA-Cup-Spiel gegen Galatasaray Istanbul (5:1) gegen Schalke 04 (1:0) wieder Kraft genug hatten. Er verordnete den Spielern in Kräutersud getränkte Stulpen, die sie unter den Stutzen tragen mussten. «Die Sorgen für eine gute Durchblutung und wirken gegen Ermüdung», verriet der «Miraculix» von Bayer.
SCHWABENKÖNIG: Um die vor dem württembergisch-schwäbischen Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC eh schon aufgeheizte Stimmung noch stärker zum Kochen zu bringen, durfte der Sänger Schwabenkönig alias Almklausi den Gassenhauer «Stern von Stuttgart» vortragen. Während einige VfB-Fans begeistert mitsangen, mussten die KSC-Anhänger auf ihre geliebte Nationalhymne «Das Badnerlied» verzichten. SCHWARZE SERIE: Seit 43 Jahren wartet der Karlsruher SC vergeblich auf einen erneuten Triumph im «Feindesland». Letztmals gewannen die Badener das prestigeträchtige und brisante Landesderby beim schwäbischen Rivalen im Februar 1965. Dieses 2:1 ist zugleich der bislang einzige KSC-Sieg in Stuttgart. Nach dem 1:3 müssen die als «Gelbfüßler» verspotteten Karlsruher mindestens noch eine Saison auf das sehnlichst erwünschte Erfolgserlebnis warten. |
SPÄTZÜNDER: Duisburgs Winter-Neuzugang Silvio Schröter gönnte sich zwischen seinem vierten und fünften Bundesliga-Treffer eine lange Auszeit. Das Führungstor beim 2:0 seines neuen Clubs in Bielefeld folgte einer Pause von 1197 Tagen. Letztmals hatte der in Radebeul geborene Schröter, der für Cottbus, Hannover und jetzt die «Zebras» insgesamt 115 Erstliga-Einsätze absolvierte, am 13. November 2004 zum 2:0-Endstand von Hannover 96 gegen den FSV Mainz 05 getroffen. Eins für Cottbus, drei für Hannover, eins für Duisburg - es darf gern noch ein wenig mehr werden. SPIELSPASS: Beim Heimspiel gegen Hannover machte die «Wii move you»- Tour von Computer-Spielehersteller Nintendo, dem neuen Partner der Bochumer «BobbiKlubs», erstmals Station am rewirpower-Stadion. In einem riesigen Bus konnten Groß und Klein die drahtlose Konsole, derzeit der Renner unter den Videospielen, ausprobieren. Bei «Wii» werden reale Bewegungen des Spielers durch einen Controller in der Hand gesteuert und auf einen Bildschirm übertragen. So kann z.B. Golf gespielt, ein Schwert bewegt oder gekegelt werden. ABSCHIED: Die Profis von Arminia Bielefeld spielten gegen Duisburg mit Trauerflor und gedachten damit des einstigen Arminen Werner «Kitti» Hellweg, der am 8. Februar im Alter von 82 Jahren gestorben war. Hellweg war seit dem Krieg armamputiert, hatte aber trotzdem auf hohem Niveau für Bielefeld gespielt und mit der Mannschaft 1949 den Aufstieg in die Oberliga West vollbracht.
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