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Strafe für da Silva bleibt

Frankfurt/Main (dpa) - 28.01.2008, 19:15 Uhr

Der Cottbusser Vragel da Silva ärgert sich über sich selbst..
Der Cottbusser Vragel da Silva ärgert sich über sich selbst..

Die Strafe von acht Spielen Sperre und 10 000 Euro Geldbuße für Vragel da Silva vom Bundesligisten Energie Cottbus ist durch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes DFB bestätigt worden.

«Es gibt keinen Zweifel daran, dass bewusst nach hinten ausgeschlagen wurde», sagte der Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz nach der mündlichen Verhandlung in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main.

Der Tabellen-Vorletzte und da Silva erwägen nun eine Berufung gegen das Urteil vor dem DFB-Bundesgericht, wie der FC Energie mitteilte. «Der öffentliche Druck auf das Sportgericht war enorm. Mich trifft das Urteil extrem», erklärte da Silva, der seine Unschuld beteuerte und sich als Opfer einer Vorverurteilung sieht.

Der Kontrollausschuss hatte sogar eine Erhöhung der bereits im Einzelrichterverfahren ausgesprochenen Strafe auf neun Spiele Sperre gefordert. Wiederholungstäter da Silva hatte seinem Gegenspieler Gaetan Krebs am 14. Dezember gegen Hannover 96 mit dem linken Ellbogen ins Gesicht geschlagen.

«Ellbogenschläge sind in hohem Maße gefährlich und bergen ein großes Verletzungsrisiko, weshalb sie entsprechend zu sanktionieren sind», erklärte Lorenz. Zudem wirkte sich straferschwerend aus, dass da Silva bereits in der vergangenen Saison zweimal wegen einer Tätlichkeit in Form krass sportwidrigen Verhaltens bestraft worden war.


Der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, Anton Nachreiner (Gottfrieding), hatte in der Verhandlung beantragt, dass da Silva neun Partien aussetzt. Nachreiner vermisste nach eigener Aussage eine Schuldeinsicht bei dem Brasilianer. Das Sportgericht folgte aber dem bereits getroffenen Urteil, das die Cottbuser und auch da Silva angefochten hatten.

Hannovers Trainer Dieter Hecking hatte das Verhalten da Silvas unmittelbar nach der Partie, die Energie mit 5:1 gewann, hart kritisiert. «So etwas gehört nicht in die Bundesliga. Schade, dass sich Energie dadurch viel verdirbt», hatte Hecking damals gesagt.

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