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Riese Koller macht «Club»-Coach Meyer Hoffnung

Nürnberg (dpa) - 18.01.2008, 11:10 Uhr

Jan Koller wurde beim FC Nürnberg mit offenen Armen empfangen.
Jan Koller wurde beim FC Nürnberg mit offenen Armen empfangen.

Die Lage beim neunmaligen deutschen Meister ist wieder einmal ernst, doch vor allem Riese Jan Koller lässt beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg die Hoffnungen auf ein Happy End wachsen.

«Jan wird eine Bank werden», schwärmte Trainer Hans Meyer angesichts der Vorstellungen seines prominenten Stürmers im Trainingslager der Franken an der portugiesischen Algarve-Küste. Und noch ein weiterer «Neuzugang» lässt den «Club» im Kampf gegen den Abstieg hoffen: Dauerausfall Robert Vittek soll ins Mannschaftstraining zurückkehren. «Es sieht richtig gut aus», sieht Meyer Licht am Ende des Tunnels.

Neun Tage lang bereiteten sich die Pokalsieger vom vergangenen Mai in Portimao auf die schwere zweite Hälfte der bislang so enttäuschend verlaufenen Saison 2007/08 vor. «Das wird ein schwieriges Frühjahr für uns», sagte Sportdirektor Martin Bader. «Wahrscheinlich brauchen wir bis zum Schluss gute Nerven.» Positiv stimmten die beiden Testspiele gegen die Bundesliga-Konkurrenten Eintracht Frankfurt (1:1) und MSV Duisburg (2:1). In beiden Partien traf Neuzugang Koller, und Bader war voll des Lobes für den 34 Jahre alten Tschechen: «Er gehört zur Mannschaft, als wenn er schon länger dabei ist.» Der erfahrene Tscheche soll dem schwächelnden Sturm um Rekordeinkauf Angelos Charisteas mehr Durchschlagskraft verleihen.

Schon in der Vorbereitung konnte Koller zeigen, warum Meyer den Routinier unbedingt verpflichten wollte. Der 34-Jährige ist immer anspielbar und hat den Blick für den Nebenmann - der für eine Million Euro Ablöse vom französischen Club AS Monaco verpflichtete Tscheche ist auf dem Platz «einfach präsent», sagte Meyer. Hoffnung macht auch die Rückkehr von Linksverteidiger Janier Pinola. Nach seiner dreimonatigen Zwangspause wegen einer Knochenabsplitterung am Schienbein braucht der Argentinier aber noch Zeit, um zu alter Stärke zurückzufinden.

Vittek war in Portimao nicht dabei und gehörte dennoch zu den Gewinnern. Der slowakische Nationalstürmer absolvierte nach seinem Knorpelschaden ein spezielles Aufbauprogramm und soll nächste Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren. Wann der torgefährliche Rechtsaußen wieder Bundesliga-tauglich sein wird, bleibt aber offen. Für die ersten Spiele ist Vittek wohl noch kein Thema - also auch nicht für die wichtige UEFA-Pokal-Partie gegen Benfica Lissabon.

Kopfzerbrechen bereitet Meyer neben dem weiter angeschlagenen Mittelfeldmotor Zvjezdan Misimovic (Adduktoren) vor allem die in der Hinrunde schwächelnde Innenverteidigung. Neuzugang Jacques Abardonado leistete sich gegen Duisburg einen schweren Patzer, auch Glauber hat laut Meyer weiter Rückstand. «Ich habe gedacht, er wäre schon weiter.» Bange wird dem «Club»-Coach vor der Rückrunde jedoch nicht: «Ich bin mir sicher, wir kriegen das hin.»


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