Schalke verpflichtet Uruguayer Sanchez
Gelsenkirchen (dpa) - 17.01.2008, 19:58 Uhr
Der Uruguayer Vicente Sanchez wird von seinen Mitspielern auf den Schultern getragen.
Der FC Schalke 04 hat die Verpflichtung von Vicente Sanchez unter Dach und Fach gebracht und damit seine Transferaktivitäten in der Winterpause wohl abgeschlossen. Der 28 Jahre alte Stürmer unterschrieb bei dem Fußball-Bundesligisten nach der medizinischen Untersuchung einen Vertrag bis 30. Juni 2011. Der Nationalspieler aus Uruguay (26 Länderspiele/4 Tore) ist nach Albert Streit (Eintracht Frankfurt) und Zé Roberto (Botafogo Rio de Janeiro) der dritte Schalker Neuzugang in der Winterpause. Dagegen wird Jungprofi Mesut Özil den Club womöglich schon bald verlassen. Wie bekannt wurde, wird sich Schalke spätestens mit Vertragsablauf 2009 von dem Mittelfeldtalent trennen. In einem Gespräch konnten sich die Verantwortlichen nicht mit Özils Berater und dessen Vater auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit über den 30. Juni 2009 hinaus verständigen. Schalke hatte dem U 21-Nationalspieler vor Wochen einen neuen Kontrakt bis 2011 angeboten, der dem 19-Jährigen künftig bis zu 1,5 Millionen Euro pro Jahr garantiert hätte. «Wir haben uns entschlossen, Mesuts auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern», sagte Andreas Müller enttäuscht.
Der Manager bedauert, dass sich die Wege des Vereins und des gebürtigen Gelsenkircheners trennen, aber «diese Entwicklung ist die Folge der vergangenen Wochen und Monate. Wir haben uns von der anderen Vertragsseite immer wieder ein klares Bekenntnis zu Schalke erbeten. Dies haben wir leider nicht erhalten, weshalb wir kein Vertrauen mehr haben», so Müller, der Özil «nach wie vor für ein herausragendes Talent» hält. Ob die Verpflichtung von Sanchez als «Wunschspieler» für die linke Angriffsseite, die auch Özil am liebsten bekleidet, letztlich den Ausschlag gab, ist offen. Sanchez jedenfalls freut sich auf seine neue Aufgabe. «Ich habe von meinen uruguayischen Kollegen viel Positives über Schalke gehört. Der Verein zählt zu den größten in Europa. Hoffentlich kann ich hier zum Erfolg beitragen», sagte er. |