Frings startet sein Comeback in Düsseldorf
Bremen (dpa) - 17.01.2008, 14:14 Uhr
Werder-Spieler Torsten Frings (r) bei der Blutabnahme für einen Laktattest beim Training.
Torsten Frings hat bei Werder Bremen für die erste gute Nachricht in dieser Woche gesorgt. Nach fast drei Monaten Pause wird der Fußball-Nationalspieler bei einem Turnier in Düsseldorf sein Comeback geben. «Ich freue mich tierisch darauf, dafür habe ich viel trainiert», sagte der Mittelfeldspieler in Bremen. Der in der Hinrunde nur dreimal eingesetzte 31-jährige Frings geht mit hohen Erwartungen in den zweiten Teil der Bundesligasaison: «Mein Hauptziel ist die deutsche Meisterschaft.» Danach wolle er natürlich mit der Nationalmannschaft zur Europameisterschaft fahren. Für Werder verlief das Trainingslager in Belek äußerst turbulent. Tim Borowski gab seinen Wechsel zu Bayern München bekannt, die Ausleihe von Carlos Alberto sorgte für weiteren Wirbel - und die beiden Testspiele gegen Schalke 04 (1:2) und Saturn Ramenskoje (1:5) gingen verloren. Für Frings persönlich verliefen die neun Tage an der türkischen Riviera hingegen nahezu optimal. «Ich habe keine Probleme mehr, habe fast die ganze Vorbereitung mitgemacht», sagte der Nationalspieler. «Mit dem Prozess, ihn wieder heranzuführen, sind wir zufrieden», sagte auch Trainer Thomas Schaaf.
In den vergangenen Monaten erlebte Frings ein Wechselbad der Gefühle. Am 24. Juli musste er bei einem Testspiel der Bremer in Paderborn (1:2) verletzt ausgewechselt werden. Die erste Diagnose lautete Kreuzbandriss. Einen Tag später aber stellte sich heraus, dass «nur» das Innenband beschädigt war. Der Mittelfeldspieler kam um eine Operation herum und stand am 3. Oktober beim Champions-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus (1:3) wieder auf dem Platz. Aber nur einen weiteren Monat später brach die Verletzung wieder auf, Frings musste sein Knie bis zum Ende des Jahres 2007 ruhig stellen. Auf ganze drei Bundesliga- und zwei Champions-League-Einsätze brachte er es bislang in dieser Saison. Während der Vorbereitung in Belek musste auch Frings die beiden spektakulären Abgänge bei seinem Club registrieren. «Es ist gut, dass er es frühzeitig bekanntgegeben hat», kommentierte Frings den Wechsel von Tim Borowski, der im Sommer nach München geht. «Es wird auch ohne Boro weitergehen, auch wenn ich gerne mit ihm weitergespielt hätte.» Weniger Verständnis zeigte er für Carlos Alberto, der am Dienstag nach einem halben Jahr bei Werder nach Brasilien zurückkehrte. «Hier mal ein rüdes Foul, da dann die Schlägerei, das ist nicht förderlich, um von der Mannschaft akzeptiert zu werden», kritisierte Frings seinen ehemaligen Mitspieler, der nun für den FC Sao Paulo spielen soll. «Ob er es nicht wollte oder konnte, weiß ich nicht, wir haben uns alle sehr bemüht.»
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