KSC kämpft um Spielmacher Hajnal
Belek/Stuttgart (dpa) - 17.01.2008, 16:52 Uhr
Der BVB hat Interesse an Tamas Hajnal vom Karsruher SC.
Der Karlsruher SC kämpft um Regisseur Tamas Hajnal und auch um seine komplette Hintermannschaft. Bundesliga-Rivale Borussia Dortmund hat KSC-Manager Rolf Dohmen bereits offiziell über Verhandlungen mit dem ungarischen Nationalspieler informiert. Der KSC hat dem nur 1,65 Meter großen Mittelfeldspieler seinerseits ein Vertragsangebot vorgelegt. «Ich sehe die Chancen nach wie vor 50 zu 50, dass er bleibt», sagte Dohmen im Trainingslager des Aufsteigers in Belek/Türkei. Dort steht beim Tabellensechsten neben dem Fitnessprogramm auch ein Verhandlungsmarathon an. Mehr noch als die vier auslaufenden Verträge von Massimilian Porcello, Christian Eichner, Florian Dick und Torwart Jean-Francois Kornetzy beschäftigen die Badener die Kontrakte einiger Leistungsträger. Denn der Erfolg der «No-Name-Truppe» von Trainer Edmund Becker hat längst Begehrlichkeiten der Konkurrenz geweckt. In Hajnal, Mario Eggimann, Maik Franz und Schlussmann Markus Miller haben gleich vier Profis Ausstiegsklauseln und können den Verein im Sommer für Ablösesummen zwischen 800 000 bis 1,3 Million Euro vorzeitig verlassen. Zudem ist Andreas Görlitz nur bis zum Saisonende vom FC Bayern ausgeliehen.
Während bei Kapitän Eggimann, Miller und Franz die Chancen für eine Vertragserfüllung mittlerweile gut stehen, mehren sich in Belek die Anzeichen, dass der im Sommer vom 1. FC Kaiserslautern gekommene Hajnal dem Ruf des Geldes folgen wird. «Dass alle vier vorzeitig gehen, das wird uns nicht passieren», versicherte Dohmen. Auch Becker will die Hoffnung auf einen Verbleib Hajnals nicht aufgeben. «Ich bin positiver Realist», sagte er. Alle, die glauben, ein Bundesligaprofi bliebe heutzutage allein des guten Mannschaftsklimas wegen, hält er für «hoffnungslose Romantiker». Vize-Präsident Rainer Schütterle sieht dennoch positive Signale von Hajnal und Co.: «Meine Stimmung ist jetzt am Ende des Trainingslagers besser als vorher», meinte der 41-Jährige. Die Personalie Hajnal (Vertrag bis 2009) sieht aber auch er kritisch: «Nach allem, was man von ihm und seinem Umfeld gehört hat, muss man damit rechnen, dass er gehen könnte.» |