Sagnol will wieder einen Stammplatz beim FC Bayern
München (dpa) - 10.01.2008, 12:17 Uhr
Willy Sagnol kämpft um einen Stammplatz bei den Bayern.
Vier Plätze für acht Bewerber - beim FC Bayern München ist der Konkurrenzkampf in der Abwehr bereits im vollen Gange und Willy Sagnol mittendrin. Nach langer Verletzungspause und Stunk zum Jahresende meldet sich der französische Fußball-Nationalspieler voller Tatendrang zurück und will sich seinen Stammplatz beim deutschen Rekordmeister zurückerobern. «Ich will gut und hart arbeiten und um meinen Platz kämpfen», kündigte der 30 Jahre alte Abwehrspieler angriffslustig an. Beim 2:1-Testspielsieg der Bayern beim FC Augsburg nach Toren von Luca Toni und Miroslav Klose bekam Sagnol bereits einen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Positionskämpfe - in der zweiten Halbzeit musste er für Philipp Lahm seinen Platz räumen. Der Rangelei in der Bayern-Defensive, wo in Sagnol, Lahm, Christian Lell, Marcell Jansen, Martin Demichelis, Daniel van Buyten, Lucio und Neuzugang Breno acht Profis um vier Plätze kämpfen, sieht der Vize-Weltmeister gelassen entgegen. Er findet es sogar «klasse», dass er in Lahm und Lell zwei starke Rivalen für die Position des Rechtsverteidigers hat: «Das setzt uns Spieler unter Druck, und nur unter Druck kann man besser spielen.»
Wegen einer im April 2007 erlittenen Knieverletzung war Sagnol im vergangenen Jahr sieben Monate lang außer Gefecht. Weil ihm am Jahresende nur zwei Einsätze im Regionalligateam der Bayern und drei Einwechslungen bei den Profis vergönnt waren, hatte Sagnol öffentlich mehr Einsatzzeit von Trainer Ottmar Hitzfeld gefordert und zudem mit einem Wechsel ins Ausland geliebäugelt. Nach klärenden Gesprächen mit Hitzfeld schob Sagnol seine Abwanderungspläne beiseite, und Manager Uli Hoeneß geht davon aus, dass Sagnol seinen bis zum 30. Juni 2010 laufenden Vertrag erfüllen wird. «Die Probleme zwischen dem Trainer und mir liegen hinter uns», betonte Sagnol. Jetzt steht das Sportliche wieder im Vordergrund. «Ich habe im Urlaub gut gearbeitet. Fast jeden Tag bin ich gelaufen und habe viel Tennis gespielt», berichtete er, «es war wichtig für mich und mein Knie, immer in Bewegung zu bleiben.» Probleme bereite ihm sein operiertes Kniegelenk keine mehr. |