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Rostocks Chaosreise in den Iran beendet

Dubai (dpa) - 09.01.2008, 13:26 Uhr

Frank Pagelsdorf ist der Trainer von Hansa Rostock.
Frank Pagelsdorf ist der Trainer von Hansa Rostock.

Um Mitternacht Ortszeit landete Fußball-Bundesligist FC Hansa Rostock nach der Chaosreise in den Iran wieder im Trainingslager in Dubai. Müde und kaputt schlichen die Spieler durch das Teamhotel und hatten nur noch einen Wunsch: schlafen.

Zehn Stunden später standen die Fußball-Profis wieder auf dem Trainingsgelände in den Vereinigten Arabischen Emiraten. «Den Trainingsausfall können wir kompensieren», sagte Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf.

Bis zur Abreise soll die Mannschaft zwei Einheiten am Tag absolvieren. Es soll ein oder zwei Testspiele geben. «Der geplante freie Tag fällt weg», sagte der Fußball-Lehrer, der seinen Spielern erst einmal einen ausgiebigen Mittagsschlaf verordnete. Die Norddeutschen saßen nach einem Testspiel gegen die iranische Nationalmannschaft wegen starken Schneefalls und vereister Start- und Landebahnen drei Tage in der iranischen Hauptstadt Teheran fest.

«Eigentlich muss man für solch eine teambildende Maßnahme etwas bezahlen. Wir haben sogar noch Geld dafür bekommen. Das war eine Extremsituation für die Mannschaft. Das hat sie zusammengeschweißt», betonte Pagelsdorf. Die Rostocker hatten unter anderem dem Testspiel gegen die Iraner zugestimmt, da sie durch die Einnahmen einen Teil der Kosten für das Trainingslager in Dubai finanzieren konnten.

Die Strapazen der vergangenen Tage sind jedoch nicht spurlos am ganzen Team vorbeigegangen. «Wir saßen acht Stunden auf einem Flughafen, auf dem es nicht all zu viel zu Essen gab. Dann haben wir neun Stunden in Teheran im Flugzeug gesessen. Da brach Panik aus und am Ende mussten wir wieder aussteigen», berichtete Pagelsdorf. Abwehrspieler Tim Sebastian meinte mit einem Grinsen: «Es war eine wunderschöne Reise. Wir sind alle wieder da.»

Dass die Hanseaten einen Flug nach Dubai bekamen, hatten sie vor allem der deutschen Botschaft in Teheran und dem Auswärtigen Amt in Deutschland zu verdanken. «Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Walter Eschweiler beim Auswärtigen Amt hat sich sehr um uns gekümmert, und auch der iranische Verband hat alles getan, damit wir wieder nach Dubai kommen», sagte Rostocks Pressesprecher Axel Schulz, der wie die Mannschaft sichtlich die knapp 20 Grad in Dubai genoss.


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