Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund kann seine Bemühungen um eine Verpflichtung von Nationaltorhüter Jens Lehmann intensivieren, hat die Angelegenheit aber zur geheimen Kommandosache erklärt.
«Kein BVB-Verantwortlicher wird sich zum Thema Lehmann äußern, das haben wir beschlossen», sagte Borussia-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den «Ruhr Nachrichten». Lehmann, der beim englischen Premier-League-Verein FC Arsenal nicht mehr erste Wahl ist, wurde in London bereits die Freigabe erteilt. «Ich werde ihm nicht im Weg stehen», sagte Arsenal-Trainer Arsene Wenger.
Nach der Schulter-Verletzung von Torwart Roman Weidenfeller, der rund drei Monate ausfallen wird, ist der BVB auf der Suche nach Ersatz. Watzke war nach übereinstimmenden Medienberichten in dieser Woche gemeinsam mit BVB-Sportdirektor Michael Zorc nach England gereist. «Ich habe vom Dortmunder Interesse gehört, hatte aber noch mit niemandem Kontakt. Lehmann muss sich selbst entscheiden, ob er bleiben will», sagte Wenger, der zugestand, dass er «Lehmann nicht gerne verlieren würde.»
Lehmann bestritt zwischen 1999 und 2003 129 Bundesligaspiele für den BVB. Dem Vernehmen nach hat sich der 38 Jahre alte Nationaltorwart bezüglich eines Wechsels Bedenkzeit erbeten. Die Dortmunder starten am 4. Januar 2008 in die Rückrunden-Vorbereitung und möchten ihre Personalplanungen bis dahin abgeschlossen haben.