Borussia Dortmund hat den deutschen Fußball in Indonesien würdig vertreten. Das Duell mit der indonesischen Nationalelf gewann der Bundesligist in Jakarta 1:0 (1:0).
Bei Monsun-Regen und Temperaturen um 30 Grad sorgte Mladen Petric (44. Minute/Foulelfmeter) vor 20 000 Fans im Nationalstadion für den verdienten Sieg. Die Reise des BVB nach Indonesien ist Bestandteil der neuen Marketing-Offensive der Deutschen Fußball Liga (DFL). Sie soll zu einer besseren Auslandsvermarktung der Bundesliga beitragen.
Der Bundesliga-Zehnte hatte schon vor zweieinhalb Monaten auf Geheiß der DFL ein Testspiel gegen Legia Warschau (2:2) bestritten. Das Interesse der Indonesier hielt sich aber in Grenzen: Die meisten Plätze in der rund 100 000 Zuschauer fassenden Arena blieben leer. Ein besonders werbewirksames Spektakel bekamen die Besucher ohnehin nicht zu sehen. Ohne die angeschlagenen Profis Sebastian Kehl, Robert Kovac und Florian Kringe bestimmte der Gast gegen den 133. der FIFA-Weltrangliste zwar jederzeit das Geschehen, ließ aber bei der Chancenverwertung Schwächen erkennen.
Die Mission des BVB wurde mit weiteren Programmpunkten abgerundet. Die Asse absolvierten eine öffentliche Übungseinheit, trainierten mit Kindern einer indonesischen Fußball-Schule und besuchten ein Gala-Diner mit Vertretern des nationalen Verbandes. Die von der DFL initiierte viertägige Reise trug allerdings nicht nur zur Image- Verbesserung bei. «Das war das bestdotierte Freundschaftsspiel, das wir je hatten», betonte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.