Rabenschwarzer Tag für VfB - Radu kommt
Bielefeld/Stuttgart (dpa) - 16.12.2007, 11:38 Uhr
Sergiu Radu zieht in der Rückrunde das Trikot des VfB Stuttgart über.
Zwei Platzverweise, einen weiteren Verletzten und 0:2 beim Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld verloren - für den VfB Stuttgart endete die Hinrunde der Fußball-Bundesliga so katastrophal wie sie begonnen hatte. Trotz des schwachen Auftritts wollte beim deutschen Meister kaum einer etwas von Selbstkritik wissen, Sündenbock war vor allem Schiedsrichter Manuel Gräfe. «Er hat mindestens drei Fehlentscheidungen getroffen, die für uns gravierend waren. Für mich war das heute skandalös», ereiferte sich Sportdirektor Horst Heldt. Kleiner Trost für die Fans der Schwaben: Für die Rückrunde verstärkt sich der VfB mit Wolfsburgs rumänischem Nationalstürmer Sergiu Radu. «Es ist richtig, dass wir uns sowohl mit Wolfsburg als auch mit dem Spieler Sergiu Radu über einen Wechsel einig sind», sagte Stuttgarts zweiter Sportdirektor Jochen Schneider. «Allerdings ist noch nichts unterschrieben.» Radu, der erst im Sommer von Energie Cottbus zu den Niedersachsen gewechselt war, wird im Laufe der nächsten Woche die sportärztliche Untersuchung absolvieren. Bei einem positiven Ergebnis, so Schneider, erhält er einen bis zum 30. Juni 2008 datierten Leihvertrag.
«Wir können ihm keinen Stammplatz garantieren, und er sieht für sich noch gute Chancen für die EM-Endrunde», sagte Wolfsburgs Trainer Felix Magath zu dem bevorstehenden Wechsel. Radu hatte in der vergangenen Saison 14 Tore für Cottbus erzielt und war zusammen mit seinem Landsmann Vlad Munteanu nach Wolfsburg gegangen, wo er einen Dreijahresvertrag erhielt. Unter Magath war der 30-Jährige in der Vorrunde nur elfmal zum Einsatz gekommen und am Samstag beim 4:0 gegen Borussia Dortmund erst in der 73. Minute eingewechselt worden. Der VfB erhält bei Vertragsabschluss eine Kaufoption für Radu. Bereits in Bielefeld hätte der VfB gut einen starken Stürmer gebrauchen können, da Mario Gomez (Rippenfellentzündung) und Cacau (Schulteroperation) fehlten. Gräfe hatte vor dem 0:1 durch Bielefelds Jonas Kamper (79.) ein Foulspiel des Torschützen nicht erkannt. Trainer Armin Veh regte sich darüber derart auf, dass er auf die Tribüne geschickt wurde. «Normalerweise geht so ein Spiel 0:0 aus, allerdings wurden einige Situationen gegen uns entschieden», so Veh. |