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Bielefeld-Manager: Kein Zeitdruck bei Trainersuche

Bielefeld (dpa) - 11.12.2007, 15:09 Uhr

Middendorp wird nach seiner Entlassung als Bielefeld-Trainer von Journalisten befragt.
Middendorp wird nach seiner Entlassung als Bielefeld-Trainer von Journalisten befragt.

Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld will bei der Suche nach einem Nachfolger für den entlassenen Trainer Ernst Middendorp keine Hektik aufkommen lassen.

«Zeitdruck gibt es nicht. Aber spätestens zum 4. Januar 2008 werden wir wieder einen Chefcoach haben», betonte Reinhard Saftig, Geschäftsführer Sport der Ostwestfalen, am Dienstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur dpa. Beim Hinrunden-Finale an diesem Samstag gegen den Meister VfB Stuttgart wird der Oberliga-Coach Detlev Dammeier die in der Tabelle auf Rang 15 abgerutschten Bielefelder Profis betreuen.

Am Tag nach der einstimmigen Entscheidung gegen Middendorp, der von den Arminia-Fans anlässlich der 100-Jahr-Feierlichkeiten 2005 zum «Jahrhunderttrainer» gewählt worden war, nahm Saftig nach eigenem Bekunden den ersten telefonischen Kontakt mit einem Kandidaten auf. «Wir müssen jetzt verhandeln, das ist klar», sagte Saftig, dem von Middendorp zuletzt nicht ausreichende Identifikation mit der Arminia nachgesagt worden war. Zu Namen möglicher Kandidaten wollte sich Saftig nicht äußern.

Der 55 Jahre alte Saftig will gemeinsam mit dem Middendorp-Nachfolger erörtern, ob die Profi-Mannschaft in der kommenden Transferperiode verstärkt wird. Speziell in der Abwehr gibt es Bedarf. Mit 38 Gegentreffern aus 16 Partien sind die Bielefelder in der Defensive das mit Abstand schwächste Erstliga-Team.

Middendorp äußerte Unverständnis für seine Zwangs-Demission. Der «Bild» sagte der 49-Jährige, sein ehemaliges Team habe in der laufenden Saison kein einziges Mal einen Abstiegsplatz eingenommen. «Mit einem Heimsieg gegen Stuttgart hätten wir 18 Punkte nach der Vorrunde gehabt. Das wäre mehr als die halbe Miete auf dem Weg zum Klassenverbleib gewesen», meinte Middendorp, der sich «besonders enttäuscht» davon zeigte, dass ihn die Arminia- Verantwortlichen vor der Entlassung «noch nicht mal mehr zu Wort kommen» ließen. Das Spiel gegen den VfB will Middendorp vom Fanblock aus beobachten «und Arminia die Daumen drücken».


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