Duisburg (dpa) - 28.11.2007, 14:56 Uhr
Torhüter Tom Starke soll sich auf den Sport konzentrieren.
Der MSV Duisburg greift zu ungewöhnlichen Mitteln, um im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga Zeichen zu setzen. Wie der Verein mitteilte, dürfen sich die Spieler auf Weisung des Vorstandsvorsitzenden Walter Hellmich vorerst nicht mehr gegenüber Medienvertretern äußern.
«Damit sollen künftig Fehlinterpretationen vermieden werden, es wurde genug geredet», sagte Hellmich, der die Dauer des Medienboykotts zeitlich nicht eingrenzte. Der Tabellen-17. empfängt in der MSV-Arena den nur um einen Rang besser platzierten 1. FC Nürnberg.
Nach der 1:4-Niederlage des MSV bei Bayer Leverkusen hatte unter anderem Keeper Tom Starke scharfe Worte gefunden. «Wir haben Probleme in der Konzentration und in der Einzel-Qualität», meinte Starke, dessen Analyse für Unmut im Verein gesorgt hatte. Auch Kapitän Ivica Grlic monierte immer wiederkehrendes mangelhaftes Defensivverhalten der Duisburger.
Damit folgen die Duisburger dem Beispiel der Ligakonkurrenten FC Schalke 04 und Borussia Dortmund. Die Schalker Profis hatten sich in der Vorsaison wochenlang geweigert, mit Medienvertretern zu sprechen. Die BVB-Spieler hatten den ganzen Oktober geschwiegen. Beiden Maßnahmen war aber eine Entscheidung des Mannschaftsrates vorausgegangen.