BVB-Aktionäre warten weiter auf Dividende
Dortmund (dpa) - 27.11.2007, 16:37 Uhr
Hans-Joachim Watzke spricht während der Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund zu den Fans.
Deutschlands einziger börsennotierter Fußballclub Borussia Dortmund (BVB) will trotz eines Rekordergebnisses von 10,3 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2006/07) keine Dividende an seine Aktionäre ausschütten. «Das Haus Borussia muss erst auf einem sicheren Fundament stehen», sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei der Hauptversammlung in Dortmund. Über eine Dividende könne frühestens in drei bis vier Jahren diskutiert werden. Der Umsatz der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA stieg von 83,2 Millionen Euro im Vorjahr auf 90,9 Millionen Euro. Viele Aktionärsvertreter sprachen sich auch gegen eine Dividende aus und verbanden dies mit der Hoffnung, sowohl in der Bundesliga als auch beim anstehenden DFB-Pokal mehr Leidenschaft von ihrer Mannschaft zu sehen als beim 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg am Wochenende. Trainer Thomas Doll und anwesende Spieler wie Florian Kringe ernteten sowohl Applaus als auch «Pfui»-Rufe, gegen die sich wiederum Watzke verwahrte. Das sei nicht der «Stil» beim BVB.
«Wir hätten so oder so schwarze Zahlen geschrieben», sagte Watzke zum positiven Ergebnis. Sondererlöse unter anderem aus dem Verkauf von David Odonkor seien aber zu berücksichtigen. Im nächsten Jahr sei das Ergebnis nicht wiederholbar, sagte Watzke den mehreren hundert versammelten Aktionären. Er prognostizierte ab 2009 eine viel bessere Finanzlage. Dann seien auch die meisten Finanzlasten abgetragen. Mit Sponsoring und dem Erlös aus TV-Rechten rechne er 2010 mit bis zu 20 Millionen Euro mehr pro Jahr. Viele Aktionärsvertreter zeigten sich unzufrieden mit dem Verlauf des Aktienkurses. Umgerechnet auf die Anteilsscheine ergab sich pro Aktie ein Ergebnis von 0,17 Euro. Die BVB-Aktie tendierte am Dienstagmittag bei rund 1,58 Euro.
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