Bayern-Führung will Kontakt mit den Fans verstärken
München (dpa) - 25.11.2007, 10:08 Uhr
Musste sich von den Fans keine Schmähgesänge anhören: Bayern-Manager Uli Hoeneß.
Der Vorstand des FC Bayern München will den Kontakt mit den Fans intensivieren und Probleme in Zukunft in einem gemeinsamen Dialog lösen. Bayern-Manager Uli Hoeneß, der die Anhänger auf der jüngsten Jahreshauptversammlung heftig angegriffen hatte, äußerte sich nach einem Treffen mit 35 Fanclub-Vorsitzenden am Rande des Bundesligaspiels gegen den VfL Wolfsburg zuversichtlich: «Wir hatten ein intensives Gespräch. Dabei hat sich herausgestellt, was wir vermutet haben, dass innerhalb der Fangruppen Probleme bestanden, die wir versuchen wollen, gemeinsam zu lösen.» Beim 2:1-Sieg gegen Wolfsburg gab es weder Sprechchöre noch Plakate gegen Hoeneß, die Stimmung in der ausverkauften Allianz Arena unterschied sich nicht von vorangegangenen Heimspielen des FC Bayern. «Ich habe die Stimmung schon die ganze Saison für recht ordentlich gehalten, weil wir attraktiven Fußball spielen und die Stimmung insgesamt nicht so schlecht ist, wie sie teilweise gemacht wird», äußerte Hoeneß, der vor zwei Wochen bei der Mitgliederversammlung nach kritischen Redebeiträgen den Fans unter anderem vorgehalten hatte: «Für die Scheiß-Stimmung im Stadion seid doch Ihr verantwortlich und nicht wir.»
Zwei Stunden habe man mit den Fans «intensiv und konstruktiv über Probleme» gesprochen, berichtete Hoeneß nach dem Treffen: «Es ist dabei herausgekommen, dass die Fans erkannt haben, dass sie selbst für einen Großteil der Probleme verantwortlich sind, vor allem für die Stimmung.» Die Anhänger wollten sich schon in 14 Tagen allein zusammensetzen, um die Probleme erneut zu erörtern. Für die Zukunft seien zudem regelmäßige vierteljährliche Treffen der Vereinsführung mit den Anhängern vereinbart worden. Der deutsche Fußball-Rekordmeister hat mit großem Abstand die meisten organisierten Anhänger in Deutschland. Die 2329 Fanclubs zählten zu Monatsbeginn 164 580 Mitglieder.
|