Bayer 04 auf dem Weg nach oben
Leverkusen (dpa) - 25.11.2007, 10:20 Uhr
Barbarez (r) eilt zum Leverkusener Torschützen Rolfes (l), der von Haggui gedrückt wird.
Bayer 04 Leverkusen etabliert sich mit seiner «Mannschaft der Zukunft» immer mehr als Spitzenkraft der Fußball- Bundesliga. «Wir sind noch nicht am Ende und wollen weiter nach oben», sagte Jung-Nationalstürmer Stefan Kießling nach dem 4:1 gegen den MSV Duisburg. Drei Siege in Serie und und nur drei Punkte Rückstand auf einen Champions-League-Rang schüren die Zuversicht auf neuen Glanz am Rhein. «Unser Weg muss weiter nach oben führen», forderte auch Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Der Erfolg löst nicht nur die Zungen in Leverkusen, sondern derzeit auch alle Probleme. So erlebte der wegen seiner provokant-riskanten Spielweise oft ausgepfiffene Sergej Barbarez seinen Durchbruch beim Bayer-Anhang. «Es war schon immer so, dass die Leute bei mir ein bisschen pfeifen», meinte der 36 Jahre alte Mittelfeldroutinier, «dass die Leute meine Leistung anerkennen, ist umso schöner. Sie sehen, dass ich mit dem Herzen beim Verein bin.»
Nach dem Führungstor der Duisburger durch Youssef Mokhtari (10.) hatte Barbarez nach miserabler Leistung seines Teams mit dem Ausgleich Sekunden nach dem Wiederanpfiff für die Wende gesorgt. «Wir machen jetzt Druck», hofft er auf Fortsetzung des Aufwärtstrends und seiner Karriere in Leverkusen um ein weiteres Jahr. Schließlich hat er nach seinem 95. Bundesliga-Treffer das 100. Jubiläumstor im Visier. «Wenn er so weiterspielt, spricht nichts gegen eine Verlängerung», sagte Bayer-Chefcoach Michael Skibbe. Nach einem Krisengespräch zeigte auch sein viel kritisierter und sowohl gegen den VfL Wolfsburg als auch gegen Duisburg aus der Startelf verbannte Stürmer Theofanis Gekas nach seiner Einwechslung, was er eigentlich kann. «Wir haben ihm klar gemacht, dass er bisher noch nicht richtig angekommen ist und der Konkurrenzdruck in Leverkusen größer als beim VfL Bochum ist», berichtete Skibbe und lobte die Leistung des Torschützenkönigs. Er markierte nach den Toren von Simon Rolfes (66.) und Paul Freier (75./Foulelfmeter) drei Minute vor Spielende das 4:1. |