Werder-Boss Born vermeldet Rekord-Zahlen
Bremen (dpa) - 20.11.2007, 12:03 Uhr
In Bremen weht die Flagge des SV Werder.
Rekord-Umsatz, satter Gewinn und Seitenhiebe gegen Bayern München: Werder-Boss Jürgen L. Born hatte bei der Präsentation der Bremer Bilanz seinen Spaß. «Die Bayern haben 80 Millionen Euro ausgegeben, um einen Punkt vor uns zu stehen. Was wollen die ausgeben, wenn sie drei Punkte vor uns stehen wollen?» scherzte der Vorsitzende der Bremer Geschäftsführung bei der Mitgliederversammlung des Stammvereins. Es war eine von mehreren Sticheleien gegen den Tabellenführer der Fußball-Bundesliga, der für Born das Maß der Dinge bleibt: «Es darf nie der Eindruck entstehen, dass wir da nicht ranwollen.» Born vermeldete für die Werder Bremen GmbH & Co KGaA nicht ohne Stolz eine Steigerung des Umsatzes um beeindruckende 36 Prozent auf die vereinseigene Rekordzahl von 105,8 Millionen Euro. Dazu passte der satte Gewinn von 8,3 Millionen Euro. Das «doch sehr beeindruckend ausgefallene Wachstum» trug seinen Teil zu einer harmonischen Versammlung bei, so dass Born in Anspielung auf die Wutrede von Bayern-Manager Uli Hoeneß gegen die eigenen Anhänger launig erklärte: «Mit der Stimmung in unserem Stadion und den Fans sind wir auch sehr zufrieden.»
Mit Genugtuung stellte der Werder-Boss fest: «Wir haben in der vergangenen Saison mehr Zuschauer in fremde Stadien gelockt als Bayern.» Doch bei all dem für Born typischen Humor zollte er dem Konkurrenten aus München auch «höchsten Respekt». Der ehemalige Bank-Manager sagte: «Bayern ist eine ganz andere Abteilung, da ist alles zwei bis drei Mal so groß.» Zum mehr als doppelt so hohen Umsatz von 225,8 Millionen Euro erklärte er: «Allein an dieser Zahl ist erkennbar, wie groß die Unterschiede sind und wie hoch die Decke hängt.» Dennoch stellte Born klar: «Unser Ziel ist es immer, anzugreifen und vorne mitzumischen.» Angesichts des zweiten Tabellenplatzes trotz der vielen Ausfälle sollen in der Winterpause keine neuen Spieler geholt werden. «Wir sind einheitlich der Meinung, wenn die Verletzten zurückkommen, sind wir hervorragend besetzt», sagte Born: «Was nicht bedeutet, dass wir nicht ständig den Markt sichten. Aber ein Panikkauf kommt nicht in Frage.» |