Nur Verlierer bei 1:1 von Bielefeld und Cottbus
Bielefeld (dpa) - 28.10.2007, 10:42 Uhr
Bielefelds Ioannis Masmanidis (r) wird vom Cottbuser Christian Bassila gefoult.
Es war ein Fußball-Trauerspiel von Not gegen Elend. Und trotz des 1:1 (0:0) zwischen Arminia Bielefeld und Energie Cottbus gab es in der Konsequenz nur Verlierer: Beide Clubs werden ihrer Krisen nicht Herr. Der Tabellen-Letzte aus der Lausitz taumelt nach 181 Tagen ohne Bundesliga-Sieg der Zweitklassigkeit entgegen, die Bielefelder Serie nicht gewonnener Spiele wuchs auf sechs an. «Wir sind in einer sehr schwierigen Situation», räumte Energie-Trainer Bojan Prasnikar ein - besser gepasst hätte die Formulierung von einer dramatischen Lage angesichts des Fakts, dass Cottbus saisonübergreifend schon 14 Mal hintereinander nicht gewonnen hat. Petrik Sanders bislang glückloser Nachfolger Prasnikar sieht dennoch Besserung. Nach dem Torhüter-Tausch von Kultfigur Tomislav Piplica zu Gerhard Tremmel sowie dem glücklichen Ausgleich in letzter Sekunde durch den Dänen Dennis Sörensen (90.+2. Minute) rechnete sich der Chefcoach aus Cottbus die Bilanz schön. «Wir haben 16 Gegentore in sieben Spielen hinnehmen müssen, in den letzten vier aber nur fünf. Wir versuchen es weiter» - irgendwann, meinte er, werde es schon klappen mit einem Sieg.
Davon ist auch Energie-Spielführer Timo Rost überzeugt. «Manchmal musst du das Glück erzwingen. Heute war das der Fall. In den letzten Spielen sind wir nach einem Rückstand immer auseinandergebrochen», hielt Rost das Positive fest. Der Zwang, möglichst schon gegen Vizemeister Schalke gewinnen zu müssen, ist für Rost noch nicht ultimativ: «Das interessiert mich heute überhaupt nicht. Wichtig war, dass wir als Mannschaft zurückgekommen sind.» Doch in einem extrem schwachen Spiel beider Teams, das die 17 600 Zuschauer in der Bielefelder SchücoArena zu Recht mit vielen Pfiffen bedachten, wurde eines offenkundig: Mit dem Wechsel der Rumänen Sergiu Radu und Vlad Munteanu nach Wolfsburg wurde Energie seines Herzstücks beraubt. «Letzte Saison hatten wir einen, der die Dinger reingemacht hat», erinnerte Rost an die elf Munteanu-Treffer der Spielzeit 2006/2007. |