Hamburg (dpa) - 10.10.2007, 13:07 Uhr
Bernd Hoffmann war gegen die Vergabe der Medienrechte an Kirch.
Die Entscheidung der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Vermarktung der Bundesligarechte über Leo Kirch und dessen neu gegründete Firma Sirius hat bei Vereinsvertretern ein geteiltes Echo hervorgerufen.
«Man kann den Herren Rauball und Seifert nur gratulieren. Damit brechen wir alte Strukturen auf, nun ist wieder Bewegung in den Markt gekommen», sagte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
Am Tag zuvor hatten Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball und DFL-Geschäftsführer Christian Seifert nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Profivereine in Frankfurt/Main die Einigung mit Kirch bekannt gegeben. Von 2009 an kassiert die DFL in sechs Jahren insgesamt drei Milliarden Euro. «Das ist ein Quantensprung. Ich halte Herrn Kirch für einen strategisch denkenden Unternehmer mit Visionen. Die finanzielle Sicherheit ist eine andere als damals. Wir können für sechs Jahre planen», sagte Watzke. Deutliche Kritik kam dagegen vom Liga-Konkurrenten Hamburger SV.
«Die Entscheidung mit einer solchen Tragweite wurde mit unnötigem Zeitdruck erzwungen. Und die vorgelegten Bedingungen haben mich nicht überzeugt», hatte der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann bereits am Vortag gesagt. Als einziger Vereinsvertreter stimmte Hoffmann gegen die Vergabe der Medienrechte an Kirch und Sirius.