München (dpa) - Der Bezahlsender Premiere will trotz der aktuellen Verstimmungen nach dem Zuschlag für Leo Kirch als Zwischenvermarkter in jedem Fall wieder in den Poker um die Bundesliga-Liverechte einsteigen.
«Bieten werden wir auf jeden Fall», sagte ein Premiere-Sprecher in München. Unbefriedigend sei allerdings, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) und die von Kirch gegründete Firma Sirius den Pay-TV-Anbietern künftig fertig produzierte Sendungen verkaufen wollen. «Die eigene Produktion ist ein wichtiges Differenzierungsmittel für uns.» Derzeit könne sich Premiere nicht vorstellen, fertige DFL-Bilder zu senden. «Das sehen wir nicht.» Mehr Geld von Premiere werde es in jedem Fall nur geben, wenn es mehr Exklusivität gibt - die «Sportschau» also erst später am Abend läuft.