Notizen vom 9. Spieltag
Hamburg (dpa) - 07.10.2007, 12:46 Uhr
Eine Wolfsburgerin hält eine Handpuppe die Felix Magath darstellen soll in die Höhe.
Auch abseits des eigentlichen Spielgeschehens gab es am 9. Spieltag wieder unterhaltsame und interessante Ereignisse. Die Deutsche Presse-Agentur dpa hat einige Begebenheiten zusammen gestellt. TOR-PRODUKTION: Ailton hat nach einer 538-tägigen Durststrecke seine Tor-Produktion in der Fußball-Bundesliga wieder aufgenommen. Zwar verlor der 34 Jahre alte Brasilianer bei seinem Startelf-Debüt mit dem MSV Duisburg daheim gegen Weder Bremen mit 1:3, doch Ailton erzielte gegen seinen Ex-Club sein 106. Bundesliga-Tor. Damit zog er mit dem Ex-Dortmunder Stephane Chapuisat gleich. Einziger Ausländer mit mehr Bundesliga-Treffern ist Giovane Elber: Der einstige Torjäger des FC Bayern München hat 133 Tore im deutschen Oberhaus erzielt. WELTMEISTERGLANZ: Wenn der MSV Duisburg schon nicht zu Ehren kommt, dann gilt es bei wenigstens den Duisburger Fußballerinnen zu gratulieren. Beim Nachbarclub FCR Duisburg sind gleich vier Spielerinnen aktiv, die gerade in China den WM-Titel gewonnen haben. So wurden Simone Laudehr, Sonja Fuss, Annike Krahn und Fatmire Bajramaj vor der Bundesliga-Partie des MSV gegen Werder Bremen (1:3) im Stadion herzlich begrüßt und mit einem Blumenstrauß verabschiedet. Der Weltmeisterglanz hat allerdings nicht abgefärbt auf die «Zebras».
FUSSBALL-KULTUR: Wenn Essen 2010 Europas Kulturhauptstadt sein wird, will auch Gelsenkirchen zum Gelingen beitragen. In der Veltins- Arena sollen sich Fußball und Kultur begegnen. «Das Revier verkörpert internationale Spitzenklasse im Fußball und in der Kultur. Das wollen wir zusammenbringen», nannte der langjährige WDR-Intendant Fritz Pleitgen als Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH den Hintergrund der Bewerbung, das UEFA-Cup-Finale 2010 als Bestandteil in das Essener Programm zu integrieren. Präsident Josef Schnusenberg von Schalke 04 fand aber schon jetzt den ersten Wermutstropfen: «Schalke kann beim Finale nicht dabei sein. Wir spielen dann in der Champions League.» HOFFNUNGSTRÄGER AUF KRÜCKEN: Stürmisch gefeiert wurde von den Fans im Berliner Olympiastadion der schwer verletzte Brasilianer Lucio, der nach seiner zweieinhalbstündigen Knieoperation in Österreich mit Krücken auf der Arena-Tribüne Platz nahm. Mit Trikots mit der Aufschrift «Lucio - komm bald zurück» grüßten ihn seine Teamkollegen beim Aufwärmen. Der Neuzugang fällt mindestens für acht Monate aus. |