Schalker mit Optimum - Hertha ohne Konstanz
Gelsenkirchen (dpa) - 29.09.2007, 15:07 Uhr
Der Schalker Zlatan Bajramovic (r) und der Herthaner Marko Pantelic kämpfen um den Ball.
Das vorläufige Nonplusultra ist für die Profis des FC Schalke 04 nach dem 1:0 (1:0) im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC vollendet. Drei Bundesligaspiele binnen sieben Tagen, drei Siege, kein Gegentreffer. Mit der Maximalausbeute aus der englischen Woche verschafften sich die Königsblauen neue mentale Courage für die heikle Champions-League-Aufgabe bei Rosenborg Trondheim. «Wir müssen dort auf jeden Fall gewinnen», sagte Schalkes Nationalspieler Christian Pander und beschwor die Fortsetzung der glanzvollen Liga- Serie auch in der europäischen «Königsklasse». Nach der 0:1-Heimpleite gegen den FC Valencia stehen die Schalker beim norwegischen Rekordmeister schon mit dem Rücken zur Wand. Doch der Selbstfindungsprozess, den die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka in der Saison eins nach Lincoln durchläuft, macht viel Mut. 3:0 gegen Bielefeld, 2:0 in Duisburg, 1:0 gegen Hertha - wäre nicht das 0:1 in der Champions League gegen Valencia gewesen, müsste in Gelsenkirchen niemand bangen.
Slomka bleibt in der Zwischenbilanz eine erfreuliche Erkenntnis: Sein Team ist ohne den in die Türkei abgewanderten brasilianischen Spielmacher Lincoln unberechenbarer geworden, die Mono-Kultur mit Lincoln ist einer breiten Effektivität ohne ihn gewichen. Und so sammeln sie Punkt für Punkt, 16 sind es schon, exakt die gleiche Ausbeute zwar wie vor einem Jahr in acht Erstliga-Begegnungen. Und doch ist vieles anders: 2006/2007 standen in der frühen Saisonphase bereits zwei Niederlagen zu Buche, null ist die aktuelle Bilanz. «Dynamisch, effektiv und aggressiv» - so tritt Schalke nach Slomkas Einschätzung momentan fast immer auf. Es war indes mehr als ein hartes Stück Arbeit gegen die Berliner. Vor 60 511 Zuschauern in der Veltins-Arena ebnete erst ein von Rafinha (44. Minute) verwandelter Foulelfmeter, den Hertha- Innenverteidiger Steve von Bergen an Laufwunder Jermaine Jones verschuldete, den Weg zum Erfolg. «Wir sind uns bewusst, dass wir mehr Tore hätten machen können. Aber am Ende zählen nur die drei Punkte, und die gibt es auch für ein 1:0», bewertete Nationalspieler Kevin Kuranyi den Abend ausschließlich positiv. Und das völlig zurecht, obwohl die Hertha-Profis in den zweiten 45 Minuten dagegenhielten, ohne die Gastgeber ernsthaft gefährden zu können. |