Podolski kontert Hoeneß-Kritik
München (dpa) - 28.09.2007, 14:02 Uhr
Lukas Podolski vom FC Bayern wehrt sich gegen Kritik von oben.
Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski hat die harsche Kritik von Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß an ihm als ungerechtfertigt zurückgewiesen. «Ich habe nie eine Chance bekommen über sieben, acht, neun Spiele hinweg. Wenn ich dann meine Leistung nicht bringe, kann man mich auch kritisieren», sagte der 22 Jahre alte Angreifer der Münchner Tageszeitung «tz». Podolskis Wunsch nach einer längeren Bewährungsphase wird sich beim Bundesliga-Tabellenführer jedoch kaum erfüllen, wie Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge im Deutschen Sportfernsehen (DSF) betonte: «Eins ist völlig klar: Der Trainer kann ihm keine sieben, acht Spiele geben. Wir sind kein Experimentierfeld hier beim FC Bayern. Wir haben hochgesteckte Ziele in diesem Jahr und dementsprechend können und werden nur die spielen, die letztendlich auch den höchstmöglichen Erfolg versprechen.» Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden könnten beide Seiten nach über einjähriger Zusammenarbeit «nicht zufrieden» sein. «Wir haben sicherlich mehr erwartet», erklärte Rummenigge, der allerdings auch darauf verwies, dass Podolski zuletzt verletzt gewesen sei. In die Zukunft blickend ergänzte Rummenigge, dass man beim Rekordmeister nach wie vor nicht plane, den Stürmer im Winter an einen anderen Verein auszuleihen. «Wir hatten ja eine Anfrage von Werder Bremen, die haben wir genauso wie Lukas abgelehnt», sagte der Bayern-Chef.
Rummenigges Vorstands-Kollege Hoeneß hatte bereits vor dem 5:0-Sieg des FC Bayern München gegen Energie Cottbus, bei dem Podolski am Mittwoch erneut nur zu einem torlosen Kurzeinsatz gekommen war, deutliche Kritik an der Entwicklung des ehemaligen Kölners geübt. «Wenn er seine Einstellung nicht gravierend ändert, dann wird er es hier nicht schaffen», hatte Hoeneß gesagt. «Meine Einstellung stimmt», entgegnete Podolski, der auch keinen Grund dafür sieht, seine von Hoeneß kritisierte Spielweise zu verändern: «Ich spiele seit Jahren so und habe so Erfolg.» Podolski räumte ein, dass er sich derzeit in München in einer schwierigen Situation befinde. Er wolle aber «weiter kämpfen». Der Nationalstürmer hat allerdings Verständnis dafür, dass Trainer Ottmar Hitzfeld im Angriff derzeit auf Miroslav Klose (8 Saisontore) und Luca Toni (5 Treffer) setzt: «Es gibt doch für den Trainer keinen Grund zu wechseln. Die anderen treffen ja im Moment.»
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