Bundesliga ist Sponsoring-Europameister
Hamburg (dpa) - 09.08.2007, 10:04 Uhr
Uli Hoeneß ist der Manager des FC Bayern München.
Die Fußball-Bundesliga hat seit Jahren den Titel Sponsoring-Europameister gepachtet. Dennoch ist die deutsche Eliteklasse wirtschaftlich nur die dritte Kraft auf dem Kontinent. Im Vergleich zur englischen Premier League und der italienischen Serie A hinkt die Bundesliga vor allem wegen der geringeren TV-Einnahmen hinterher. Trotzdem sind die Perspektiven für die Bundesliga nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten glänzend. «Vor allem die neuen TV-Verträge, das anhaltende Zuschauerinteresse und die modernste Stadioninfrastruktur in Europa werden weiter als Einnahmetreiber in Deutschland dienen», sagt Stefan Ludwig, Manager der Sportbusiness-Gruppe von Deloitte Deutschland. Für die 45. Bundesliga-Saison erwartet Deloitte einen Anstieg des Umsatzes auf 1,29 Milliarden Euro. Für die englische Premier League wurden rund 2,5 Milliarden, für die Serie A 1,5 Milliarden und für die spanische Primera Division 1,33 Milliarden Euro vorausgesagt.
Im Mai hatte die renommierte Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft zum 16. Mal ihre Studie «Annual Review of Football Finance» über die fünf europäischen Topligen in England, Italien, Deutschland, Spanien und Frankreich vorgelegt. Die Zahlen basierten auf der Saison 2005/2006. Während die Bundesliga beim Gesamtumsatz mit 1,195 Milliarden Euro deutlich hinter England (1,99 Milliarden) und Italien (1,4 Milliarden) lag, sind die 18 Erstliga-Clubs in den Bereichen Sponsoring und anderen kommerziellen Einnahmen sowie bei den Zuschauerzahlen europäische Spitzenklasse - wenngleich auch die Topclubs im Ausland jede Menge Geld mit Sponsoring machen. «Ich weiß, dass Manchester United in der Zwischenzeit im Sponsoring-Bereich genauso viel Geld einnimmt wie wir und trotzdem kriegen sie vom Fernsehen das Doppelte. Dasselbe gilt für Real Madrid», berichtete Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß in einem «stern.de»-Interview. |