«Wolfgang Holzhäuser hat mich am Sonntagabend über seine Entscheidung informiert, die ich mit großem Respekt und persönlich auch mit Bedauern zur Kenntnis genommen habe», erklärte DFB-Präsident Zwanziger. Holzhäuser gehöre für ihn zu den Vätern des Grundlagen-Vertrags zwischen DFB und Ligaverband. «Er war ein kreativer und loyaler Kollege von Werner Hackmann und ein engagierter Partner des DFB», teilte Zwanziger mit. Mit seinem Entschluss erspart Holzhäuser den Vereinen eine Kampfabstimmung und macht den Weg für Schalkes Geschäftsführer Peter Peters frei, der sich um den Vizepräsidenten-Posten bewirbt. Noch vor wenigen Wochen hatte sich Holzhäuser kämpferisch und optimistisch gezeigt: «Ich glaube, dass ich als Mann der ersten Stunde des Ligaverbandes die meiste Erfahrung und deshalb auch die größte Kompetenz und den Sachverstand besitze, die Interessen der Bundesliga und der Zweiten Liga zu vertreten.» Holzhäuser hatte das Amt des am 28. Januar gestorbenen Ligachefs Hackmann kommissarisch übernommen. Er war am 15. März von der Mitgliederversammlung einstimmig bis zur Versammlung am 7. August zum Ligapräsidenten auf Zeit gewählt worden. Einziger Kandidat für dieses Amt ist Reinhard Rauball, Präsident von Borussia Dortmund. Holzhäuser will sich nun auf seine Arbeit bei Bayer Leverkusen konzentrieren: «Ohne den Ballast, Verbandsinteressen vertreten zu müssen, die oft konträr zu den Interessen des eigenen Vereins gestanden haben», sagte der 57-Jährige.
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