Allerdings muss Ribéry nach einem Schlag auf das Knie um seinen Einsatz beim Liga-Pokalfinale gegen die Schalker ebenso bangen wie Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose (beide Sommergrippe). In Leipzig strebt der Meisterschaftsvierte nicht nur den sechsten Erfolg im Ligapokal an, sondern auch die nächste Revanche gegen den dritten vor ihm platzierten Rivalen. Armin Veh erkannte die Münchner Überlegenheit neidlos an, war angesichts seiner Personalprobleme davon aber auch nicht überrascht. «Ich sehe das Ergebnis locker, ich weiß, wie ich es einordnen muss. Schließlich sind wir ohne zehn Stammspieler angetreten», wies der VfB-Trainer auf das weitaus größere Lazarett der Schwaben zweieinhalb Wochen vor dem Punktspiel-Start hin. «Das war ein Test, nicht mehr. Ich bin froh, dass wir nicht vorgeführt wurden.» Die in allen Belangen überlegenen Bayern kontrollierten jedoch die biedere Begegnung und freuten sich über die Treffer von Ribéry mit einem Traumtor (8. Minute) - seinem insgesamt dritten in diesem Wettbewerb - und von Stürmer-Ersatz Sandro Wagner (66.). «Wir sind unberechenbar, das ist unsere Philosophie. Das macht uns so stark», strich der ebenfalls stark auftrumpfende Hamit Altintop die neue Bayern-Qualität heraus. Die gnadenlose Konkurrenz im mit Nationalspielern nur so gespickten Kader zwingt jeden Einzelnen, an die Grenzen seines Leistungsvermögens zu gehen. «Wer nicht läuft, der spielt nicht», sagte Hoeneß dazu lapidar.
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