VfB verpflichtet rumänischen Wunschstürmer Marica
Stuttgart/Donezk (dpa) - 24.07.2007, 15:29 Uhr
Der Rumäne Ciprian Marica (r) kämpft im Juni für sein Nationalteam um den Ball.
Meistertrainer Armin Veh hat mit der Verpflichtung von Ciprian Marica endlich seinen Wunschsturm und der VfB Stuttgart seinen Kader komplett. Der schwäbische Fußball-Bundesligist beendete nun auch die zweite Hängepartie nach dem Ewerthon-Transfer und nahm den rumänischen Stürmer unter Vertrag. Nach wochenlangen Verhandlungen erzielte der VfB eine Einigung mit dem ukrainischen Meister Schachtjor Donezk. «Der Spieler wollte unbedingt zu uns. Er hatte viele Angebote und auf viel Geld verzichtet», sagte VfB-Teammanager Horst Heldt. Der 21-jährige Marica soll vorbehaltlich einer sportärztlichen Untersuchung in Stuttgart einen Fünf-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2012 unterzeichnen. «Darüber wird noch verhandelt. Es geht aber wohl um drei oder vier Jahre», sagte Marica der ukrainischen Tageszeitung «Komsomolskaja Prawda».
Über die Ablösesumme machte der VfB keine Angaben. Sie dürfte sich aber im Bereich des Rekordtransfers von Mannschaftskapitän Fernando Meira bewegen, der Anfang 2002 für 7,5 Millionen Euro von Benfica Lissabon an den Neckar gewechselt war. Mit der Verpflichtung des 15-maligen rumänischen Nationalspielers Marica sind beim VfB die Personalplanungen für die kommende Saison abgeschlossen. «Ich bin davon überzeugt, dass er die Mannschaft verstärken wird. Mit ihm sind wir noch flexibler», sagte Veh, dessen Club auch im Transferpoker mit Real Saragossa um Ewerthon Nerven bewiesen hatte. Neben Stuttgart hatte unter anderem der englische Premier-League-Club Manchester City um Marica mitgeboten. «Er ist ein Strafraumspieler, der seinen Körper gut einzusetzen weiß», sagte Heldt zu den Vorzügen des Rumänen, der als 18-Jährige aus Bukarest nach Donezk wechselte und dort bereits zwei Spielzeiten in der Champions League absolvierte. Im UEFA-Cup-Heimspiel des VfB gegen Donezk hatte er am 3. November 2005 den 2:0-Siegtreffer gegen die Schwaben erzielt. Heldts Kollege Jochen Schneider hatte bei mehreren Reisen in die Ukraine den schwierigen Deal realisiert. |