Meyer schwärmt vom FCB - Schalke setzt auf Kuranyi
Nürnberg (dpa) - 23.07.2007, 15:31 Uhr
Hans Meyer (r) und Angelos Charisteas (l) haben Großes vor.
Nur zwei Monate nach dem umjubelten DFB-Pokalsieg nimmt der 1. FC Nürnberg gleich den nächsten Titel ins Visier: Der «Club» will bei seiner Ligapokal-Premiere gegen Vizemeister FC Schalke 04 auf Anhieb ins Endspiel des lukrativen Wettbewerbs einziehen. «Wir haben eine große Chance, den Ligapokal zu gewinnen», verkündete der neue Torjäger Angelos Charisteas vor dem Heimspiel. Trainer Hans Meyer äußerte sich weniger forsch: «Wir haben nicht auf dieses Spiel hintrainiert, sonst hätten wir in der Vorbereitung etwas falsch gemacht», betonte der 64-Jährige, bei dem ein erfolgreiches Abschneiden in Bundesliga, UEFA-Cup und DFB-Pokal natürlich Priorität genießt. Trotzdem ist Schalke rund zwei Wochen vor dem Ligastart ein willkommener Gradmesser, und die «Königsblauen» wollen ebenfalls nach Leipzig. Trainer Mirko Slomka forderte dafür aber «nach dem spielerisch nicht zufrieden stellenden Viertelfinal- Sieg gegen den Karlsruher SC» eine deutliche Leistungssteigerung. Der zweite Endspiel-Teilnehmer wird im Süd-Derby zwischen Meister VfB Stuttgart und dem FC Bayern ermittelt. Und die Münchner sind für Meyer nach dem 4:1 gegen Werder Bremen nicht nur im Ligapokal bereits das Maß der Dinge: «Das, was die Bayern geboten haben, könnte die Liga schocken. Sie haben zum Teil Zauberfußball gezeigt, das muss doch jedem Fan gefallen», schwärmte der FCN-Coach.
Beim Duell Nürnberg gegen Schalke werden sich die Blicke vor allem auf die Mittelstürmer Charisteas und Kevin Kuranyi richten. Der griechische Europameister Charisteas will seine 2,5 Millionen Euro Ablöse mit «vielen Toren» und Erfolgen zurückzahlen. In den ersten Testspielen hinterließ der Neuzugang von Feyenoord Rotterdam bereits einen sehr guten Eindruck und traf drei Mal. Die königsblaue Trumpfkarte im Halbfinale soll Nationalspieler Kuranyi sein, der beim mühsamen 1:0 gegen den Karlsruher SC gesperrt war. «Ein Keilstürmer wie Kevin hat uns gegen den KSC gefehlt, der sich mit seinem Körper einsetzt, der bei den Flanken vorne den Kopf hinhält und die Dinger rein macht», betonte Slomka. |