Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski muss sich drei Monate nach einer Knie-Operation bei seinen Comeback-Plänen weiterhin in Geduld üben und dürfte den Bundesliga-Start verpassen.
Der 22-Jährige darf drei Wochen vor dem ersten Punktspiel des FC Bayern München gegen Hansa Rostock immer «noch nicht richtig laufen», wie er in einem Interview mit der «Bild am Sonntag» sagte. Der Stürmer kündigte überdies an, dass er mit Rücksicht auf seine weitere Karriere «lieber ein, zwei Wochen länger» pausieren wolle. Für seine Rückkehr in den Spielbetrieb setze er sich bewusst keine Frist: «Das würde mich nur unter Zeitdruck setzen.» Podolski könnte damit auch das erste Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in der EM-Saison am 22. August im neuen Londoner Wembley-Stadion gegen England verpassen.
Nach der Knorpel-Verletzung im linken Knie absolviert Podolski derzeit zwei Mal pro Tag Krafttraining, um die Muskulatur an dem im April operierten Gelenk wieder aufzubauen. «Die muss ich jetzt wieder raufpacken, sonst ist das Risiko zu groß, dass das Knie dick wird», berichtete Podolski. Der Jungstar ist überzeugt davon, dass er sich beim FC Bayern im Konkurrenzkampf mit den neuen Top-Stürmern Luca Toni und Miroslav Klose behaupten kann. «Ich weiß, dass ich mich durchsetzen werde», erklärte Podolski: «Wer die Leistung bringt, spielt.»
Trotz Anfragen anderer Clubs sei ein Vereinswechsel für ihn im Sommer nach nur einem Jahr in München kein Thema gewesen. Erfreut berichtete der Ex-Kölner zudem, dass ihm der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann eine SMS geschickt habe. «Er hat mir gute Besserung gewünscht und gesagt, dass es schon wieder wird.»