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VfB sieht Werder als Vorbild

Stuttgart (dpa) - 22.07.2007, 13:18 Uhr

Horst Heldt sieht beim VfB Stuttgart viel Potential.
Horst Heldt sieht beim VfB Stuttgart viel Potential.

Der deutsche Fußball-Meister VfB Stuttgart nimmt sich Nordrivale Werder Bremen zum Vorbild.

«Wir sehen uns als Club, der sich eine Nische erobert», sagte VfB-Teammanager Horst Heldt in einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «Wir wollen uns an Werder Bremen orientieren, das über Jahre eine gute Personalpolitik gemacht hat und über ein solides Umfeld verfügt.» Die Arbeit des Bundesliga-Tabellendritten der vergangenen Saison, der zuletzt 2004 Meister war, sei «in vielen Punkten nachahmenswert».

Heldt glaubt sogar, dass die Schwaben ein größeres Potenzial als Werder haben: «Ohne den Bremern zu nahe treten zu wollen: Ich denke, der VfB hat mehr Möglichkeiten, allein durch die Wirtschaftskraft in Baden-Württemberg.» Der Champions-League-Teilnehmer werde aber nicht versuchen, Rekordmeister Bayern München zu kopieren. «Wir werden nie der FC Bayern sein», erklärte Heldt der Zeitung weiter. Es sei zudem mehr als eine Saison in der Champions League erforderlich, um mit den Topvereinen mithalten zu können.

In der europäischen Königsklasse will VfB-Trainer Armin Veh mit seiner Elf mehr als nur einen guten Eindruck machen. «Ich will weiterkommen» sagte der 46-Jährige in einem Interview mit der «Welt am Sonntag». Er forderte die deutschen Vereine auf, in den internationalen Wettbewerben selbstbewusster aufzutreten. «Ich habe wenig Verständnis dafür, dass deutsche Clubs gehäuft gegen deutlich schwächere Mannschaften aus dem Osten ausscheiden.» Man erkläre Gegner zu Favoriten, «die manchmal mit in der Bundesliga längst aussortierten Spielern antreten. Das kann es nicht sein.»

Veh kritisierte zudem Konkurrenten, die nach dem Ausscheiden aus dem Uefa-Cup erklärten, dieser Wettbewerb sei nicht so wichtig und man könne sich nun auf die Bundesliga konzentrieren. «Dort wollen sie dann wieder einen Uefa-Cup-Platz erreichen - das ist doch ein Widerspruch in sich», sagte er.


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