Zé Robertos Rückkehr zum FC Bayern perfekt
München (dpa) - 22.06.2007, 12:50 Uhr
Der Brasilianer Zé Roberto kehrt zu Bayern München zurück.
Nach einjährigem Gastspiel in der Heimat ist die Rückkehr von Zé Roberto perfekt, doch die wichtigste Personalie beim FC Bayern München heißt auch eine Woche vor Trainingsstart Miroslav Klose. Zwar lehnte die Vorstandsriege des deutschen Fußball-Rekordmeisters um Karl-Heinz Rummenigge ausdrücklich jede Stellungnahme zum Stand im Wechselpoker um den Nationalstürmer ab. Dass Schweigen jedoch nicht unbedingt Funkstille bedeutet, hatte Präsident Franz Beckenbauer vor wenigen Tagen angedeutet und den sofortigen Wechsel des Torjägers von Liga-Konkurrent Werder Bremen weiter in Aussicht gestellt: «Ich geh' mal davon aus, dass man einen Weg finden wird», sagte er der «Passauer Neuen Presse». «Es gibt seit dreieinhalb Wochen keinen Kontakt mehr», sagte zwar Werder-Manager Klaus Allofs der «Bild»-Zeitung. Vor kurzem hatten die Norddeutschen die Verhandlungen über einen raschen Wechsel sogar für beendet erklärt. Doch der Konter aus München kam umgehend: «Für mich ist das ein Muskelspiel, um den Preis in die Höhe zu treiben», sagte Rummenigge. Dass ein sofortiger Wechsel Kloses an die Isar trotz aller negativen Wasserstandsmeldungen weiter auf der Tagesordnung steht, machte Beckenbauer klar. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in Bremen einen Mann wie Klose noch ein Jahr halten kann, wenn man weiß, er ist im nächsten Jahr sowieso weg.»
Fest angeheuert hat dagegen ein weiterer Wunschspieler: Der Brasilianer Zé Roberto kehrt zu seinem früheren Verein zurück und erhält einen Zweijahresvertrag bis 2009, teilte der FC Bayern mit. «Wir sind glücklich, dass mit Zé Roberto ein technisch versierter, schneller und lauffreudiger Spieler zum FC Bayern zurückkehrt», erklärte Rummenigge per Pressemitteilung. Der Mittelfeldspieler, schon von 2002 bis 2006 in Diensten des FC Bayern, ist nach Luca Toni, Franck Ribéry, Marcell Jansen, Jan Schlaudraff, José Ernesto Sosa und Hamit Altintop der siebte Neuzugang der in der vergangenen Saison auf der ganzen Linie enttäuschenden Münchner. «In Brasilien habe ich immer ein bisschen Angst um meine Familie», hatte Zé Roberto angesichts der Sicherheitslage in seiner Heimat seine Rückkehr in die Bundesliga begründet. Da war auch der vom FC Bayern geforderte Rückzug aus der «Selecao» kein Problem mehr. «Wir sind der Meinung, es ist nicht gut, wenn ein Spieler, der schon ein bisschen älter ist, fünf, sechs Mal im Jahr über den Atlantik fliegt», hatte Manager Uli Hoeneß zur Bedingung gemacht. Gesagt, getan - Zé Roberto erklärte nach 86 Länderspielen seinen Rücktritt und machte den Weg frei für die Rückkehr nach München, wo er 2003, 2005 und 2006 das Double feiern durfte. Bei der schwierigen Runderneuerung seines Kaders darf Trainer Ottmar Hitzfeld nun auf einen alten Bekannten zählen: «Er hat die Klasse, den Charakter und er spricht deutsch.»
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