Frankfurt/Main (dpa) - 18.06.2007, 12:14 Uhr
Peter Neururer hat sich nun auch mit dem DFB in Verbindung gesetzt.
Der ehemalige Bundesliga-Trainer Peter Neururer hat zu seinen jüngsten Doping-Äußerungen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) mündlich Stellung bezogen.
«Wir haben ihn gebeten, diese Stellungnahme so schnell wie möglich schriftlich vorzulegen», sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger. Neururer habe sich telefonisch beim DFB-Chefjustiziar Stefan Hans gemeldet. Stenger betonte, dass der DFB bereits am 23. Mai die Einführung eines Doping-Präventionsprogramms für die Bundesligen der A- und B-Junioren beschlossen habe - lange vor Neururers Aussagen.
In der Doping-Diskussion im deutschen Fußball haben unterdessen erstmals zwei ehemalige Teamärzte von Eintracht Braunschweig zugegeben, dass in den 70er und 80er Jahren Profis mit Captagon gedopt haben. «Solche Mittel wurden im Kreis der Spieler offen gehandelt, und ich habe davon gewusst», sagte der Mediziner Peter Harms der «Braunschweiger Zeitung». Bezogen hätten die Fußballer die Pillen aber nicht über ihn, erklärte der in den 70er Jahren zuständige Arzt. Sein Nachfolger Jürgen Stumm sagte der Zeitung: «Es gab Spieler, die Captagon genommen haben, Mitte und Ende der 80er Jahre.»