Schlaudraff nach OP auf Weg der Besserung
München (dpa) - 14.06.2007, 16:59 Uhr
Jan Schlaudraff will die Vorbereitung für sein Comeback starten.
Eine Woche nach seiner Bandscheiben-Operation ist Fußball-Nationalspieler Jan Schlaudraff auf dem Wege der Besserung und will Ende Juni seinen Comeback-Plan aufstellen. «In den ersten drei Wochen nach der Operation kann man nicht so viel sagen. Ich hoffe, dass es jetzt peu à peu besser wird», sagte der Neuzugang des FC Bayern München der dpa. Vor einer Woche war der 23-Jährige in Hannover wegen eines Bandscheibenvorfalls im Bereich der Lendenwirbelsäule operiert worden, insgesamt muss er sich drei Wochen schonen. «Es geht besser», sagte der Offensivspieler, der aber sieben Tage nach dem Eingriff noch nicht beschwerdefrei ist. Ende des Monats kommt der 1,2 Millionen Euro teure Neuzugang von Absteiger Alemannia Aachen nach München, dann wird der Weg zurück auf den Fußball-Platz abgestimmt. «Mit dem Doc wird dann der Plan aufgestellt», erklärte Schlaudraff, für den das Kapitel Bayern München durch die Operation denkbar ungünstig begonnen hat. Nach der großen bayerischen Einkaufsoffensive wird es im Kampf um einen Platz in der Mannschaft für den dribbelstarken Schlaudraff auch deshalb schwierig, weil er einen Großteil der Vorbereitung mit dem Team verpasst. Ob er im Trainingslager des Rekordmeisters vom 8. bis zum 15. Juli in Donaueschingen vorbei schaut, hängt vom Reha-Programm ab.
Aus der Ferne verfolgte Schlaudraff die Verpflichtungen von Weltmeister-Stürmer Luca Toni und Mittelfeldakteur Franck Ribéry sowie das Buhlen um WM-Torschützenkönig Miroslav Klose und will sich davon nicht beeindrucken lassen. «Da mache ich mir wenig Gedanken drum. Für mich steht im Vordergrund, dass ich 100-prozentig fit werde», erklärte der Offensivspieler, für den die Pause auf sechs bis acht Wochen geschätzt wurde. Schlaudraff hatte in der vergangenen Spielzeit wiederholt über Rückenprobleme geklagt und war vor dem letzten Länderspiel der Nationalmannschaft in dieser Saison vor eineinhalb Wochen aus Hamburg abgereist. Bei einer Untersuchung durch Nationalmannschafts- und Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt war dann in München der Vorfall festgestellt worden, der den Eingriff nach sich zog.
|