Gleichwohl ist das für Buchwald kein Grund, den bis zum 30. Juni 2009 datierten Kontrakt nicht zu unterzeichnen. Sportdirektor Jörg Schmadtke freut sich über den Coup und ist von den Qualitäten Buchwalds überzeugt, der in den vergangenen Jahren vor allem in Japan Erfahrungen sammelte. «Wir haben gute Gespräche geführt. Buchwald ist ein integrer Typ und steht auf einer breiten Basis. Darüber hinaus passt er sehr gut zur Alemannia», erklärte Schmadtke. Auch Buchwald hat ein «sehr gutes Gefühl». In zahlreichen Gesprächen hat er den Verantwortlichen in Vorstand und Aufsichtsrat sein sportliches Konzept vorgestellt. «Er ist ein besonnener Mann mit klaren Vorstellungen und der nötigen Erfahrung als Cheftrainer. Er hat einen äußerst positiven Eindruck hinterlassen und wir freuen uns, trotz Abstieg einen so hochkarätigen Mann für die Alemannia gefunden zu haben», sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Helmut Breuer. Der in Berlin geborene und in Schwaben aufgewachsene Buchwald verbrachte mit seiner Frau Sabrina und seinen beiden Söhnen die letzten drei Jahre in Japan, wo er als Trainer der Urawa Red Diamonds in der J-League arbeitete. Nach zwei Vizemeisterschaften und zwei Siegen im Kaiserpokal 2005 und 2006 holte das Team im Vorjahr mit dem Gewinn der Meisterschaft das Double. Dank dieser Erfolge wurde Buchwald in Japan zum «Trainer des Jahres 2006» gekürt. Seine aktive Karriere begann er 1979 bei den Stuttgarter Kickers, ehe er 1983 zum Lokalrivalen VfB wechselte. Dort stand der Defensivspieler bis 1994 unter Vertrag und gewann in dieser Zeit zwei deutsche Meistertitel. Insgesamt bestritt er 334 Bundesliga- und 176 Zweitligaspiele. Sein größter Erfolg als Nationalspieler (76 Einsätze) war der Gewinn des WM-Titels mit der DFB-Elf 1990 in Italien. Vier Jahre später ging er nach Japan und sammelte als Spieler Auslandserfahrung bei den Urawa Red Diamonds, ehe er 1998 nach Deutschland zum Karlsruher SC zurückkehrte. Dort fungierte er nach seinem Karriereende auch als Sportdirektor und Interimstrainer. 2001 wurde Guido Buchwald Sportdirektor bei den Stuttgarter Kickers, bevor «Guido-San» am 1. Januar 2004 sein Amt als Trainer in Japan aufnahm.
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