Der Hamburger SV geht offensiv mit seiner Vergangenheit im Nationalsozialismus um. Eine Sonderausstellung im vereinseigenen Museum des Fußball-Bundesligisten dokumentiert die Geschichte in den Jahren des Dritten Reiches (1933 bis 1945).
Die Exposition unter dem Titel «Die Raute unter dem Hakenkreuz - der HSV im Nationalsozialismus», die für Besucher geöffnet wurde, ist nach Angaben des Vereins die erste dieser Art eines Clubs in der höchsten deutschen Spielklasse. «Besonders wichtig ist, dass die Ausstellung auch dafür steht, wofür der HSV heute steht: Heimat zu sein für Menschen aller Nationen und ein klares Nein zu Rassismus», sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann
«Wir möchten nicht, dass es Grauzonen gibt, die dunkel bleiben. Genau diese dunklen Zeiten möchten wir öffentlich machen», erklärte Museumsdirektor Dirk Mansen. Die Sonderausstellung informiert ausführlich über die Verbindungen des HSV zu den Nationalsozialisten und die Schicksale einzelner - auch jüdischer - Vereinsmitglieder. Unter der Leitung des Museumsdirektors haben die Historiker Werner Skrentny, Stephan Spiegelberg und Ralf Klee monatelang die Exposition vorbereitet, Zeitzeugen befragt und in Archiven, in Museen und Bibliotheken recherchiert.
HSV Fanartikel
HSV Tickets bei Viagogo bestellen