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Hertha: Heine mit Chancen - Drobny bis 2010

Berlin (dpa) - 23.05.2007, 13:52 Uhr

Dieter Hoeneß und Jaroslav Drobny (r) bei der offiziellen Vorstellung in Berlin.
Dieter Hoeneß und Jaroslav Drobny (r) bei der offiziellen Vorstellung in Berlin.

Hertha BSC hat mit Torhüter Jaroslav Drobny den ersten neuen Profi für die kommende Spielzeit verpflichtet.

Zudem kündigte der Berliner Fußball-Bundesligist an, dass bis Ende der Woche entschieden werde, ob der bisherige Interimscoach Karsten Heine in der neuen Saison Hertha als Cheftrainer betreut oder nicht. «Wenn ja, ist das Thema dann durch. Bei nein, nehmen wir uns noch eine Woche Zeit», erklärte Manager Dieter Hoeneß zur Trainerfrage. Inklusive Heine würde sich Hertha mit drei bis vier Kandidaten ernsthaft beschäftigen.

Die Tendenz nach der Heimniederlage gegen Bremen (1:4), dass nach der enttäuschenden Saison und am Ende Platz 10 ein neuer Trainer kommt, scheint sich zu kehren. «Es ist nicht so, dass Heine aus dem Rennen ist. Es ist eine ganz offene Geschichte», betonte Hoeneß. Der 52-jährige Heine hatte vor dem 29. Spieltag Falko Götz abgelöst und von sechs Spielen drei gewonnen (alle auswärts) und drei verloren (alle zu Hause). «Natürlich würde ich gern als Cheftrainer weiter arbeiten», hatte Heine erklärt.

Mit dem 27-jährigen Tschechen Drobny, der sich in der Rückrunde beim VfL Bochum mit guten Leistungen in den Vordergrund gespielt hatte, holt sich Hertha eine neue Nummer 1. «Eigentlich wollten wir erst die Trainerfrage klären, aber in dem Fall war es uns wichtig, eine Entscheidung herbei zu führen», sagte Hoeneß. Drobny hatte auch Angebote von Bochum und Celtic Glasgow. «Es waren sehr seriöse, direkte Verhandlungen. Wichtig war, dass Hertha sehr großes Interesse hatte. Die Bundesliga ist zudem besser und attraktiver als die schottische Liga», gegründete Drobny seine Wahl. Der 1,92 Meter große Schlussmann bekommt einen Vertrag bis 2010.

Während Ersatz-Torwart Kevin Ellegard Hertha wohl verlassen wird, ist die Zukunft der bisherigen Nummer 1, Christian Fiedler, ungewiss. «Fiedler hat Vertrag bis 2008, daran wird sich von unserer Seite nichts ändern», sagte Hoeneß. Fiedler selbst, der in dieser Saison nicht überzeugen konnte, will sich derzeit nicht äußern. Nach der ersten Neu-Verpflichtung wird Hertha nun die Suche nach einer neuen Nummer 10 als Ersatz für Spielmacher Yildiray Bastürk intensivieren, und zwar «weltweit», wie Hoeneß verriet.


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