Meister VfB kassiert 80 Prozent mehr TV-Gelder
Stuttgart (dpa) - 22.05.2007, 14:56 Uhr
Der Gewinn der Meisterschaft zahlt sich für den VfB Stuttgart aus.
Der VfB Stuttgart hat von allen Bundesligisten am stärksten vom neuen TV-Vertrag profitiert. Der neue deutsche Meister erhält laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young AG für die Saison 2006/07 26,18 Millionen Euro aus der Vermarktung der TV-Rechte. Das sind gut 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Aber selbst der gescheiterte Titelverteidiger Bayern München bekommt als Tabellenvierter mit 25,19 Millionen Euro rund 55 Prozent mehr als 2006. Von den neuen Fernsehverträgen der Deutschen Fußball Liga (DFL) profitieren vor allem die Spitzenvereine wie Stuttgart, Schalke (25,85), Bremen (25,52) und Bayern. Doch auch die anderen Clubs dürfen sich über einen stärkeren Geldfluss freuen. Die im Dezember 2005 abgeschlossenen Dreijahreskontrakte haben ein Gesamtvolumen von mehr als 1,2 Milliarden Euro. «Die Bundesliga ist eine sehr ausgeglichene Liga», sagte Arnd Hovemann, Sport-Experte bei Ernst & Young AG. «In Ländern wie Italien oder Spanien ist die Spanne der Einnahme-Unterschiede viel größer als in Deutschland.»
Sogar Absteiger Borussia Mönchengladbach erhält durch die gestiegenen TV-Einnahmen einen kräftigen Zuschlag. Mit 17 Millionen Euro kassiert der Letzte der Bundesliga immerhin ein Drittel mehr als in der Vorsaison. Nicht ganz vergleichbar sind die Zahlen der Vorjahres-Aufsteiger: So erhält Energie Cottbus für die gerade abgelaufene Saison 12,45 Millionen Euro, rechnerisch ist das eine Verdreifachung gegenüber der vorherigen Zweitliga-Spielzeit. Dass Cottbus als Tabellen-13. weniger TV-Einnahmen erhält als Schlusslicht Gladbach liegt am Verteilungsschlüssel, in dem nicht nur die aktuelle Saison, sondern auch die drei vorherigen Spielzeiten berücksichtigt werden. Dies ist auch der Grund, warum Rekordmeister Bayern den größten Anteil aus der Inlandsvermarktung (24,19) erhalten. Aus dem Topf der Auslandsvermarktung bekommen die Münchner hingegen nur 1 Million Euro. Zum Vergleich: Meister Stuttgart streicht aus den beiden Töpfen 22,18 Millionen (Inland) und 4 Millionen Euro (Ausland) ein. |