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Schalke-Bilanz: Finanziell kaum Sorgen

Gelsenkirchen (dpa) - 20.05.2007, 12:36 Uhr

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Trotz eines Fehlbetrags von 3,42 Millionen Euro blickt der FC Schalke 04 auf ein wirtschaftlich stabiles Jahr 2006 zurück.

Wie aus der am Wochenende veröffentlichten Bilanz des Fußball-Bundesligisten hervorgeht, sanken die Umsatzerlöse im Abrechnungszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2006 zwar auf 115,81 Millionen Euro (2005: 129,6 Millionen Euro), dennoch verzeichnete der Revierverein den dritthöchsten Umsatz der Clubgeschichte. «Mit dem Umsatz haben wir erstmals auch ohne die Teilnahme an der Champions League die 100-Millionen-Grenze durchbrochen», sagte Schalkes Finanzvorstand Josef Schnusenberg.

Der Einzug in das Halbfinale des UEFA-Cups in der Vorsaison spülte nicht so viel Geld in die Kasse wie bei einer Champions-League- Teilnahme. Auch das frühe Aus im DFB-Pokal macht sich bemerkbar, obwohl diese Einnahmen nicht in die Kalkulation einfließen. Schnusenberg betonte, dass signifikante Steigerungen bei den Einnahmen künftig nur durch die Teilnahme an europäischen Wettbewerben zu erzielen seien. Das Potenzial bei Werbung und Ticketing sei dagegen praktisch ausgereizt, meinte der 66 Jahre alte Steuerberater. Da die Mannschaft mit dem 2:1 gegen Arminia Bielefeld am Samstag die direkte Qualifikation für die «Königsklasse» perfekt machte, werden die 2006 ausgewiesenen Verluste im laufenden Jahr wahrscheinlich wieder mehr als ausgeglichen. Dazu fließen die Zuwendungen des neuen Hauptsponsors Gazprom reichlich.

Die Verbindlichkeiten stiegen von 120,4 Millionen Euro (2005) auf knapp 130 Millionen Euro zum 31. Dezember 2006, was laut Schalke aber nur auf Geschäfte zwischen dem Verein und den Tochterunternehmen zurückzuführen sei. Das Vereinsvermögen ist wegen der Verluste leicht auf gut 39 Millionen Euro geschrumpft. Das Anlage- und Umlaufvermögen des Bundesliga-Zweiten wuchs geringfügig und liegt mit mehr als 180 Millionen Euro weit über dem Durchschnitt der Bundesliga.

Das Spielervermögen ging leicht zurück, was aber auf die Transferpolitik, vorwiegend ablösefreie Spieler und Talente aus dem Nachwuchs zu verpflichten, zurückzuführen sei, hieß es. «Der tatsächliche Wert unseres Spielerkaders ist aber auf dem Transfermarkt viel höher einzuschätzen, als er in den Büchern steht», erklärte Manager Andreas Müller. Der Aufwand für das Personal (Löhne und Gehälter) ist 2006 auf insgesamt 54,5 Millionen Euro gestiegen (Vorjahr: 50,5). Sehr zufrieden sind die Verantwortlichen mit dem Ergebnis des operativen Geschäfts (Ergebnis des reinen Fußball- Geschäftes). Dort wurde ein Überschuss von mehr als 15 Millionen Euro erwirtschaftet, auch der Cash Flow liegt im positiven Millionen- Bereich.


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