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Die 44. Bundesliga-Saison in Zahlen

Hamburg (dpa) - 20.05.2007, 12:08 Uhr

Der Stuttgarter Trainer Armin Veh jubelt mit der Meisterschale.
Der Stuttgarter Trainer Armin Veh jubelt mit der Meisterschale.

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat die wichtigsten Zahlen und Daten zur 44. Saison in der Fußball-Bundeliga zusammengetragen.

VFB ZUM 5.: Mit dem 2:1 zum Saisonabschluss gegen Energie Cottbus hat sich der VfB Stuttgart zum fünften Mal zum deutschen Meister gekrönt. Damit zogen die Schwaben in der Meisterliste mit Borussia Mönchengladbach gleich. Angeführt wird die Rangfolge der erfolgreichsten Mannschaften vom FC Bayern München (20 Titel) vor dem 1. FC Nürnberg (9) und dem FC Schalke 04 (7), der in der Bundesliga nun schon zum fünften Mal Vizemeister wurde und Bayer Leverkusen als «ewiger Zweiter» den Rang ablief.

BESTER SCHÜTZE: 20 Treffer genügten Theofanis Gekas, um als erster Grieche Torschützenkönig der Bundesliga zu werden. Der Bochumer, der künftig in Leverkusen spielt, setzte sich vor Roy Makaay (Bayern München) und Alexander Frei (Borussia Dortmund) durch, die jeweils 16 Mal trafen. Weniger Tore reichten zuletzt vor fünf Jahren für die Torjägerkrone: 2002 teilten sich Martin Max und Marcio Amoroso mit je 18 Treffern Platz eins. Gekas traf als bester Schütze der Saison übrigens nur halb so oft wie Rekordhalter Gerd Müller, der in Spielzeit 1971/72 für den FC Bayern München 40 Tore markierte.

24 TORE WENIGER: 837 Tore und damit 2,73 pro Spiel fielen in den 306 Begegnungen der 44. Bundesliga-Spielzeit. Das sind 24 weniger als in der zurückliegenden Saison. Insgesamt war die Zahl der erzielten Treffer zum dritten Mal nacheinander rückläufig. Die meisten Tore waren in der Saison 1983/84 verzeichnet worden, als der Ball 1097 Mal im Gehäuse des Gegners landete. Der Minusrekord datiert aus der Spielzeit 1989/90. Damals konnten die Fans nur 790 Tore bejubeln.

REKORD-TORJÄGER: Claudio Pizarro schraubte seine Tormarke in seinem vermutlich letzten Bundesliga-Spiel auf insgesamt 101 Treffer. Damit verbesserte sich der Angreifer des FC Bayern München als bester aktueller Schütze in der Liste der Rekord-Torjäger auf Platz 43. Angeführt wird die Rangfolge von Gerd Müller, der mit 365 Bundesliga- Toren wohl einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt hat. Wie Pizarro traf auch der frühere Bremer Marco Bode in der Bundesliga 101 Mal.


12 TRAINERWECHSEL: Zwölf Trainer nahmen in der Spielzeit 2006/2007 vorzeitig ihren Hut - oder mussten ihn nehmen. Nach dem Saisonfinale endete die Amtszeit von Klaus Augenthaler beim VfL Wolfsburg vorzeitig, Michael Frontzeck warf bei Alemannia Aachen selbst das Handtuch. Zuvor waren auch Bert van Marwijk (Borussia Dortmund), Jupp Heynckes (Borussia Mönchengladbach), Felix Magath (Bayern München), Thomas Doll (Hamburger SV), Thomas von Heesen (Arminia Bielefeld), Jürgen Röber (Borussia Dortmund), Frank Geideck (Arminia Bielefeld) und Falko Götz (Hertha BSC) vorzeitig aus dem Amt geschieden. Damit wurde die Marke des Vorjahres (11) übertroffen.

KARTEN: 35 Rote und 28 Gelb-Rote Karten verhängten die Schiedsrichter in der 44. Bundesliga-Saison. Damit wurden vier Platzverweise mehr ausgesprochenen als im Vorjahr, allerdings bedeutend weniger als in der Rekord-Saison 1994/95. Damals mussten gleich 98 Spieler nach Rot oder Gelb-Rot vorzeitig in die Kabine. Die Zahl der Gelben Karten lag mit 1130 erheblich unter der Marke des Vorjahres (1226). Rekordhalter war der Berliner Josip Simunic mit drei Platzverweisen in zwei Monaten.

ZUSCHAUER: Mehr als 11 880 000 Zuschauer passierten nach inoffiziellen Angaben der Clubs in der 44. Spielzeit der Bundesliga die Stadiontore. Das entspräche einem Besucherschnitt von 38 847 pro Spiel. Allerdings wird diese Zahl erfahrungsgemäß später noch deutlich nach unten korrigiert, wenn offizielle Angaben des DFB über die tatsächlich verkauften Tickets vorliegen. Es ist daher davon auszugehen, dass die Bestmarke des Vorjahres (11,686 Millionen) nicht überboten wurde.

SIEGESSERIE: Mit acht Siegen in Folge machte der VfB Stuttgart im Saisonendspurt das Meisterstück perfekt. Damit gelang den Schwaben eine Serie mit Seltenheitswert, doch auch hier bleibt der FC Bayern München das Maß aller Dinge: Vom 19. März bis 17. September 2005 gingen die Münchner sogar 15 Mal nacheinander als Sieger vom Platz.

VOR- UND RÜCKRUNDE: Der VfB Stuttgart sicherte sich den Titel vor allem durch eine hervorragende Rückrunde, in der die Schwaben 38 von 51 möglichen Punkten sammelten. Dagegen zeigte Herbstmeister Werder Bremen nach der Winterpause Schwächen und kam in der Tabelle der zweiten Saisonhälfte nur noch auf den vierten Rang. Den größten Sprung nach oben machte der Hamburger SV: Aus dem zweitschlechtesten Team der Vorrunde wurde unter Trainer Huub Stevens die zweitbeste Mannschaft der zweiten Halbserie. Platz sieben und die Teilnahme am UI-Cup sind der Lohn.

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