Huub Stevens: Der Niederländer übernahm den Hamburger SV als Schlusslicht von Thomas Doll, bewahrte den Bundesliga-«Dino» vor dem ersten Abstieg. In «Die-Null-muss-stehen»-Manier stabilisierte er die Defensive und machte den HSV zum zweitbesten Team der Rückrunde. Diego: Der 22-jährige Super-Dribbler war die Attraktion der Bundesliga. Der Brasilianer verzückte die Werder-Fans mit Tricks und tollen Toren. Sein 63-Meter-Treffer gegen Aachen wird in die Bundesliga-Historie eingehen. Ein absoluter Volltreffer. Energie Cottbus: Minimale Mittel, maximaler Erfolg: Mit einem der kleinsten Etats sicherte sich Energie frühzeitig den Klassenverbleib. Das rumänische Offensiv-Duo Munteanu/Radu gehört zum Besten, was die Liga zu bieten hatte. Jung-Coach Petrik Sander hat alle Skeptiker widerlegt. Bernd Schneider: Der Leverkusener erlebt seinen x-ten Frühling. «Schnix» zauberte wie bei der WM 2002, als er als bester Finalspieler seinem Ruf als «weißer Brasilianer» alle Ehre machte. Nur dank seiner herausragenden Saison nimmt Bayer erneut am UEFA-Pokal teil. Mirko Slomka: Anfangs skeptisch beäugt, später voll respektiert. Der Trainer-Neuling behielt in einer turbulenten Saison mit Maulwurf- Affäre, Rost-Degradierung und Presse-Boykott stets die Ruhe. Schalkes Coach hat nur knapp seinen «Meisterbrief» verpasst. Junge Torhüter: Manuel Neuer und René Adler stehen für einen neuen Trend: Die Jungen kommen! In ihren Clubs haben Neuer (Schalke/Rost) und Adler (Leverkusen/Butt) bereits die Etablierten verdrängt. Das Debüt in der DFB-Auswahl scheint bei beiden nur eine Frage der Zeit. FLOPS: Bayern München: Erstmals seit zehn Jahren hat der Rekordmeister die Champions League verpasst. Auch der Trainerwechsel von Felix Magath zu Ottmar Hitzfeld verpuffte. Nach einer enttäuschenden Saison ist der «große Umbruch» unabdingbar, viele Stars werden gehen. Alt-Trainer: Jupp Heynckes, Felix Magath, Jürgen Röber - die «alte» Trainer-Garde hatte wenig Erfolg. Besonders bitter verlief die Saison für Röber: Nach nur knapp drei Monaten war das Intermezzo des Van- Marwijk-Nachfolgers bei Borussia Dortmund schon wieder beendet. Josip Simunic: Der Kroate machte seinem Ruf als Fußball-Rüpel alle Ehre. Der Hitzkopf kassierte innerhalb von nur zwei Monaten drei Platzverweise und ist Rotsünder Nummer 1. Besonders seine brutale Kung-Fu-Attacke gegen Bremens Schulz bleibt in unschöner Erinnerung. Borussia Mönchengladbach: Hoch gehandelt, tief gefallen: Die Borussia muss zum zweiten Mal den Gang in die 2. Liga antreten. Eine desaströse Personalpolitik unter Club-Chef Königs ist die Wurzel des Niedergangs. Auch Borussen-Legende Heynckes konnte nichts ausrichten. Dieter Hoeneß: Herthas Macher weht heftiger Gegenwind ins Gesicht. Vor allem bei den Fans ist der Manager unten durch. Sie kreiden dem einstigen Angreifer eine verfehlte Personalpolitik («Sauhaufen») an und wollen Club-Ikone Michael Preetz als neuen starken Mann. Deutsche WM-Jungstars: Nach dem Sommermärchen landeten die jungen WM- Helden unsanft im grauen Liga-Alltag. Lukas Podolski, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger - allen voran die drei Bayern-Jungstars enttäuschten. Nur Gladbachs Marcell Jansen erfüllte die Erwartungen. Thomas von Heesen: Zunächst gefeiert in Bielefeld, dann heiß gehandelt in Dortmund - und am Schluss steht der Ex-Nationalspieler mit leeren Händen da. Der 45-Jährige hat sich verpokert, auch der VfL Wolfsburg gab ihm einen Korb. Der «Zocker» muss bei Null anfangen. Miroslav Klose: Vom WM-Torschützenkönig zu Werders Sorgenkind. Den Geheim-Flirt mit den Bayern nehmen ihm Fans und Club-Verantwortliche übel (Trainer Schaaf: «Riesenbock»), sein Image als Saubermann ist dahin. In der Rückrunde war Klose nur ein Schatten seiner selbst.
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