Lob für Teamwork und Leidenschaft auch von Löw
Stuttgart (dpa) - 20.05.2007, 11:50 Uhr
Bundestrainer Joachim Löw ist von der Leistung der Stuttgarter fasziniert.
Lobeshymnen für Teamwork und Leidenschaft, Freude am Elan der Jugend: Fußball-Deutschland feiert den Meister VfB Stuttgart, und ein «Exil-Schwabe» nutzte die Gelegenheit, sich zu seiner alten Liebe zu bekennen. «Es ist natürlich normal und nachvollziehbar, dass man mit der Mannschaft fiebert, für die man viele Jahre gespielt hat, wo man aufgewachsen ist, wo die Familie nach wie vor ein Zuhause hat», sagte Jürgen Klinsmann. Der frühere Bundestrainer war beim Bundesliga-Saisonfinale aus den USA als «arena»-Experte zugeschaltet. «Deswegen bin ich heute, da bitte ich die Schalker Fans um Verzeihung, wirklich VfB-Fan.» Sein Nachfolger Joachim Löw freute sich wie viele andere nicht nur an dem «attraktiven Offensivfußball», der Stuttgart über weite Phasen der Saison ausgezeichnet hat. «Trainer Armin Veh hat vom ersten Spieltag an eine klare Strategie verfolgt, und der Verein hat auch in schwierigen Phasen zu ihm gestanden - das war vorbildlich.»
Mit seinem Lob für den Zusammenhalt steht Löw nicht allein. «Das ist eine Leistung des Gesamtvereins, nicht nur ein Erfolg des Trainerteams», sagte Ex-Nationalspieler Hansi Müller, der 1980 Europameister und ein Jahr zuvor Vize-Meister mit dem VfB war. «Das ist ein Paradebeispiel für Teamwork, da greift ein Rad ins andere.» Ob DFB-Präsident Theo Zwanziger, «Kaiser» Franz Beckenbauer oder DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche: Den Titel wollte den schwäbischen Himmelsstürmern nach dem hart erkämpften 2:1 (1:1) gegen Energie Cottbus zwar niemand kleinreden, doch nach den Problemen der Vorsaison hatten viele Prominente aus Politik, Wirtschaft und Sport nicht mit ihm gerechnet. «Vor dieser Saison konnte man diesen Erfolg eindeutig nicht erwarten», glaubt Zetsche. |