Viele Mexikaner haben den Titelgewinn des VfB Stuttgart bejubelt. Tausende Fans, die das Spiel live im mexikanischen Fernsehen verfolgten, begrüßten den Triumph, weil den beiden Mexikanern Pável Pardo und Ricardo Osorio ein großer Anteil daran zugeschrieben wird.
«Wir sind übermäßig zufrieden», sagte Pardos Vater Jorge unmittelbar nach dem Sieg Stuttgarts. Zum ersten Mal sind damit zwei Mexikaner mit einem Bundesligaverein Deutscher Meister geworden.
«Klar, als er nach Deutschland gegangen war, hat niemand mit dem Titel gerechnet, sagte der Vater in einem Telefonat mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Mexiko weiter. «Aber als sich mit der Zeit herausstellte, dass Stuttgart unter den besten vier war, wurde der Traum Realität.» Die ganze Familie habe das entscheidende Spiel am Samstag gemeinsam angeschaut, das wegen der siebenstündigen Zeitverschiebung in Mexiko um die Mittagszeit zu Ende war. «Erst danach konnten wir in aller Ruhe frühstücken», sagte Jorge Pardo weiter. «Jetzt sind wir alle sehr stolz.»
Feiern wollen die Pardos, wenn Pável nach Mexiko zurückkommt. Viel Zeit wird er aber nicht haben, weil Nationaltrainer Hugo Sanchez die mexikanischen Auslandsfußballer, darunter die beiden Stuttgarter, in die Auswahl berufen hat, die vom 6. Juni an am Amerikas Cup teilnehmen wird. Auch die Mexikaner in Deutschland hatten angeblich kaum Möglichkeiten, gemeinsam zu feiern. Die «mexikanischen Verantwortlichen» in Deutschland hätten dazu keine Vorbereitungen getroffen, kritisierten mexikanische Medien.