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Meister-Trainer Veh: «Wir feiern jetzt richtig»

Stuttgart (dpa) - 19.05.2007, 19:48 Uhr

Der Stuttgarter Trainer Veh wird von seinen Spielern auf den Schultern getragen.
Der Stuttgarter Trainer Veh wird von seinen Spielern auf den Schultern getragen.

Armin Veh (46), Trainer des VfB Stuttgart, äußert sich nach dem letzten Spieltag der Saison gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) über den Gewinn der deutschen Fußball-Meisterschaft.

dpa: Wie fühlen Sie sich nach Ihrer ersten deutschen Meisterschaft?

Veh: «Das ist ein sehr, sehr gutes Gefühl. Wir haben die ganze Saison über konstant und leidenschaftlich Fußball gespielt. Es war relativ schwierig heute, aber wir sind überglücklich, dass wir es geschafft haben. Ich bin natürlich ein bisschen stolz auf diese Mannschaft.»

dpa: War das heute auch das stressigste Spiel ihrer Karriere?

Veh: «Das weiß ich nicht, aber es war auf jeden Fall das wichtigste Spiel. Außerdem wäre mir es lieber, wenn ich jetzt nicht so viele Fragen beantworten müsste, weil ich so nach Bier stinke. Ich kann mich selbst nicht mehr riechen.»


dpa: Kapitän Fernando Meira hatte angekündigt, dass Ihre Haare dem Titel zum Opfer fallen werden. Mussten Sie schon flüchten?

Veh: «Das kommt überhaupt nicht in Frage. Die Haare bleiben dran.»

dpa: Was bedeutet Ihnen dieser Titel?

Veh: «Das kann ich jetzt gar nicht sagen. Ich freue mich einfach, was die Mannschaft die ganze Saison geleistet hat. Wir hatten bis auf das erste Spiel, das wir ja zu Hause gegen Nürnberg verloren haben, sehr viel Spaß. Es war einfach ein Team und das war entscheidend.»

dpa: Sie sind direkt nach dem Abpfiff in die Kabine geeilt. Warum?

Veh: «Weil ich das immer so mache. Ich brauche nach dem Spiel grundsätzlich ein paar Minuten für mich. Das tut mir ganz gut. Dann erzähle ich in der Pressekonferenz nicht so viel Blödsinn. Ich hab' ja aus Aberglauben auch bei Heimspielen jetzt immer diesen grauen Anzug an, obwohl der ja eigentlich bescheuert ist.»

dpa: Ausgerechnet Sami Khedira, der in der ersten Halbzeit fürchterlich nervös war, hat den Siegtreffer erzielt. Haben Sie in der Halbzeit überlegt, ihn auszuwechseln?

Veh: «Keine Sekunde. Er ist ein Spieler, der immer wieder zurückkommen kann, der sehr torgefährlich ist.»

dpa: Was steht jetzt an?

Veh: «Wir feiern jetzt richtig, sonst könnte ich mich gleich in die Kiste reinlegen.»

dpa: Nächsten Samstag steht das DFB-Pokalfinale an. Dürfen Ihre Spieler heute überhaupt richtig auf den Putz hauen?

Veh: «Heute sollen Sie feiern, wie's nur geht. Es wäre ja schlimm, wenn wir sagen, sie dürfen jetzt keinen Alkohol trinken. Wer nicht will, muss ja nicht.»

dpa: Werden Sie so viel Alkohol trinken wie heute über Ihnen ausgeschüttet worden ist?

Veh: «Ne, so viel trinke ich nicht. Sonst muss ich ja bis Dienstag frei machen.»

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