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Reaktionen zur deutschen Meisterschaft des VfB

Hamburg (dpa) - 19.05.2007, 20:43 Uhr

Der Stuttgarter Thomas Hitzlsperger freut sich über sein Volley-Tor zum 1:1.
Der Stuttgarter Thomas Hitzlsperger freut sich über sein Volley-Tor zum 1:1.

Nach dem Sieg in der deutschen Fußball-Meisterschaft des VfB Stuttgart hat die Deutsche Presse-Agentur (dpa) die wichtigsten Reaktionen zusammengefasst.

Guido Buchwald, Weltmeister 1990 und VfB-Ehrenspielführer: «Wer nach 34 Spielen vorne liegt, ist verdient Meister. Der VfB war diese Saison die beste Mannschaft. Dass es noch mal so spannend wird, hätte ich nicht gedacht. Heute waren Nerven da bei der Mannschaft. Man hat gespürt, dass sie schwere Beine hatte. Aber die Mannschaft hat die Ruhe bewahrt und Rückschläge wettgemacht. Das gab es öfters in dieser Saison. Ich bin der letzte Stuttgarter gewesen, der die Meisterschale empfangen hat und kann sie jetzt an den Kapitän weitergeben. Das ist eine große Ehre für mich.»

Jürgen Klinsmann (ehemaliger Fußball-Bundestrainer): «Es ist natürlich normal und nachvollziehbar, dass man mit der Mannschaft fiebert, für die man viele Jahre gespielt hat, wo man aufgewachsen ist, wo die Familie nach wie vor ein Zuhause hat. Deswegen bin ich heute, da bitte ich die Schalker Fans um Verzeihung, wirklich VfB- Fan. Trainer Armin Veh hat den jungen Spielern eine Chance gegeben, vor allem auch in schwierigen Zeiten zu ihnen gestanden.»

Armin Veh (Trainer des VfB Stuttgart): «Begriffen habe ich es schon. Es ist ein sehr, sehr gutes Gefühl. Ich freue mich vor allem für die Mannschaft, weil sie über die gesamte Saison konstanten Fußball gespielt hat. Es ist was Schönes, deutscher Meister zu sein. Cottbus hat es uns richtig schwer gemacht. Wir feiern heute richtig.»

Ricardo Osorio (Profi VfB Stuttgart): «Für so etwas gibt es keine Worte. Pavel und ich haben außerhalb unseres Landes für die mexikanische Fahne, die ich hier habe, gekämpft. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass alle in der Mannschaft einfach Lust auf Fußball hatten und dass alle Ziele hatten.»


Pavel Pardo (Profi des VfB Stuttgart): «Das ist unbeschreiblich. Meister zu sein, ist das Beste.»

Thomas Hitzlsperger (Profi des VfB Stuttgart): «Das ist schwer in Worte zu fassen. Das ist der schönste Tag. Es war harte Arbeit. Ich hoffe, dass es nächsten Samstag so weitergeht.»

Fernando Meira (Profi des VfB Stuttgart): «Keiner hat mit uns gerechnet. Ich bin stolz auf diese Mannschaft.»

Timo Hildebrand (Profi des VfB Stuttgart): «Ich werde die Fans, diese Mannschaft und diesen Verein, dem ich alles in meiner Karriere zu verdanken habe, nie vergessen. Ich hatte einen Traum, mit dem VfB deutscher Meister zu werden. Und dieser Traum ist jetzt in Erfüllung gegangen. Der Mannschaft habe ich das zu verdanken. Ihr habt geil gespielt. Ich liebe euch und werde euch nie vergessen. Wir haben es verdient, deutscher Meister zu sein. Heute war alles dabei: Wir gehen in Rückstand, aber wir kommen wieder zurück. Jetzt wird erst Mal gefeiert.»

Marco Streller (Profi des VfB Stuttgart): «Es war ein Wechselbad der Gefühle heute. Das ist der schönste Tag in unserem Leben. Nach dem Bayern-Spiel habe ich das erste Mal gedacht, wir können es packen. Das ist eine so geile Truppe, das macht einfach Spaß.»

Sami Khedira (Profi des VfB Stuttgart): «Nach so einem Spiel ist man einfach sprachlos. Das ist ein Traum.»

Günther Oettinger (Ministerpräsident Baden-Württemberg): «Das war für den VfB eine tolle Saison mit einem dramatischen Endspiel. Die Bayern waren in diesem Jahr ohne Mannschaftsgeist und ohne Spielführer. Der VfB hat sich Stück für Stück nach vorne gebracht. Für die Sportler in Baden-Württemberg ist das ein wunderbarer Erfolg. Die Sport-Begeisterung bei der Jugend wird zunehmen und der VfB hat daran einen großen Anteil.»

Rolf Rüssmann (ehemaliger Manager VfB Stuttgart): «Glückwunsch an Stuttgart. Nachdem sie die erste Garde der Jungen Wilden verkauft haben, haben sie es nun geschafft, aus einer sehr guten Jugend- Abteilung zur deutschen Meisterschaft zu stürmen. Besonders freue ich mich für Fernando Meira und Timo Hildebrand, meine alten Jungs.»

Anton Gleich (Bürgermeister der schwäbischen Heimatgemeinde Bonstetten von Armin Veh): «Wir haben alle mitgefiebert und wir haben uns für Stuttgart und ganz speziell für Armin Veh sehr gefreut. Aber es ist vermessen zu sagen: Wir sind jetzt Meister.»

Erwin Staudt (Präsident VfB Stuttgart): «Wir haben etwas geschafft, was niemand erwarten konnte. Wir haben ein klasse Team. Das war heute Herzinfarktgefahr. Die Mannschaft hat aber immer gekämpft und Charakter gezeigt. Jetzt gehen wir auf den Autokorso. Dann wird die Nacht sehr lang. Es wäre wunderbar, wenn wir nächsten Samstag noch einen draufsetzen könnten.»

Hansi Müller (Europameister 1980, Vizemeister mit Stuttgart 1979): «Das ist eine Leistung des Gesamtvereins, nicht nur ein Erfolg des Trainerteams. Das ist ein Paradebeispiel für Teamwork, da greift ein Rad ins andere. Der Trainer Veh hat etwas auf der Pfanne. Er leistet etwas, aber steht auch mit beiden Beinen auf dem Boden. Der VfB hat die Basis, sich auf längere Zeit oben zu etablieren. Er hat eine Chance wie noch nie in der Vereinsgeschichte.»

Ulrich Ruf (VfB-Finanzvorstand): «Die Gefühle sind sensationell. Ich lasse ihnen heute freien Lauf. Ich war trotz unseres zwischenzeitlichen Rückstands und der Schalker Führung relativ sicher, dass wir es schaffen werden. Ich bin stolz auf diese Truppe.»

Wolfgang Schuster (Stuttgarter Oberbürgermeister, CDU): «Der Trainer Veh ist eine Wunder-Fee. Nach dem Rückstand war es hart, aber Hauptsache glücklich gewonnen. Wir freuen uns nun auf nächsten Samstag in Berlin und da packen wir die Nürnberger auch noch.»

Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen): «Die Stuttgarter können jetzt zu Recht feiern. Sie haben eine tolle Saison gespielt. Während Bremen, Schalke und die Bayern den Druck gespürt haben, hatten die Stuttgarter nichts zu verlieren. Das war ihr Vorteil.»

Reiner Calmund (ehemaliger Manager Bayer Leverkusen): «Ich habe zwar Schalke 04 die Daumen gedrückt, doch der Titelgewinn vom VfB Stuttgart ist eine tolle Sache. Es ist ein junge Mannschaft, die diese Saison hervorragenden Fußball gespielt hat.»

Ottmar Hitzfeld (Trainer FC Bayern München): «Ich habe den VfB nicht auf der Rechnung gehabt. Ich habe auch gesagt, dass wir am Ende vor dem VfB sind. Aber der VfB war zu stark für uns und die anderen Mannschaften. Dabei waren sie am Anfang der Saison fast weg vom Titelkampf, da hat keiner gedacht, dass sie oben landen können. Aber sie haben die Nerven bewahrt. Sie sind ein verdienter Meister, weil sie so gut gespielt haben.»

Uli Hoeneß (Manager FC Bayern München): «Ich finde, dass Stuttgart am Ende verdient Meister geworden ist. Sie haben sich in der wichtigsten Phase der Saison keine Blöße gegeben, die anderen haben sich dagegen gegenseitig die Nase blutig gemacht.»

Mehmet Scholl (Profi FC Bayern München): «Wahnsinn, dass die Stuttgarter es mit der Mannschaft geschafft haben. Sie haben die letzten Spiele alle gewonnen, also haben sie es verdient.»

Ralf Rangnick (Trainer TSG Hoffenheim, früher VfB Stuttgart und FC Schalke 04): «Schalke hat die Meisterschaft im Februar verspielt. Wer in Bochum und Dortmund nicht gewinnt, hat es auch nicht verdient. Bei Stuttgart war entscheidend, dass Manager und Trainer die selbe Philosophie haben. Der VfB ist ein würdiger Meister, auch wenn mir Schalke emotional näher steht. Stuttgart muss nun seine Erfolgs- Mannschaft zusammenhalten, anders als damals nach dem Vizetitel.»

Theo Zwanziger (Präsident des Deutschen Fußball-Bundes): «Meine Glückwünsche gelten allen Verantwortlichen und Spielern und auch den Fans des VfB Stuttgart. Der Gewinn der deutschen Meisterschaft ist für den Verein ein stolzer Erfolg. Zu Beginn der Saison gehörte die Mannschaft nicht unbedingt zu den Titelkandidaten, doch sie hat sich permanent gesteigert und am Ende den spannenden Titelkampf mit einer großartigen Erfolgsserie zu ihren Gunsten entschieden.»

Joachim Löw (Bundestrainer): «Ich gratuliere dem VfB Stuttgart zum Titelgewinn. Trainer Armin Veh hat vom ersten Spieltag an eine klare Strategie verfolgt und der Verein hat auch in schwierigen Phasen zu ihm gestanden - das war vorbildlich. Die Stuttgarter haben attraktiven Offensivfußball gespielt. Außerdem haben sie in ihrem Kader eine gute Mischung aus talentierten und erfahrenen, deutschen und ausländischen Spielern gefunden.»

Matthias Sammer (DFB-Sportdirektor): «Ich freue mich, dass durch den Gewinn der Deutschen Meisterschaft indirekt auch die gute Nachwuchsarbeit des VfB Stuttgart belohnt wird. Ich gratuliere den Verantwortlichen in der Führungsetage des Clubs und dem Trainerteam zu dem Erfolg, der durch konstante Arbeit in den vergangenen Monaten möglich geworden ist.»

Oliver Bierhoff (Manager Nationalmannschaft): Natürlich ist es aus Sicht der Nationalmannschaft positiv, dass sich etliche Nationalspieler in dieser Saison beim VfB Stuttgart weiter entwickelt haben und somit entscheidenden Anteil am Titelgewinn haben. Eine wichtige Rolle hat auch Manager Horst Heldt gespielt, der durch seine seriöse Arbeit die Weichen für die beachtliche Saison des Vereins mitgestellt hat.»

Klaus Allofs (Geschäftsführer Werder Bremen): «Der VfB ist verdient Meister. Die Mannschaft hat sehr beständig gespielt und einen guten Fußball gezeigt. Wir haben aber auch einen kleinen Verdienst daran, weil wir sie in der ersten Halbserie wieder aufgebaut haben. Von den drei Mannschaften, die da oben stehen, hatte der VfB einen kleinen Vorteil und zuletzt einen guten Lauf von vielen gewonnenen Spielen.»

Mirko Slomka (Trainer FC Schalke 04) «Kompliment an Stuttgart. Mit acht Siegen in Serie am Ende vorn zu stehen, verdient großen Respekt. Vielleicht hätten wir oder Bremen den Titel genauso verdient gehabt. Heute hatten wir uns sehr viel vorgenommen, wollten unseren Fans und allen, die uns immer die Daumen gedrückt haben, ein gutes Saisonfinale bieten. Leider hat es nicht ganz gereicht. Trotzdem ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Sie hat zueinander gefunden, besonders nach dem stürmischen Herbst.»

Andreas Müller (Manager FC Schalke 04): «Wir haben eine große Chance vertan. Es war wohl noch nie so einfach, deutscher Meister zu werden. Aber ein großes Kompliment an Stuttgart. Acht Siege in Serie am Saisonende sind außergewöhnlich. Darum auch Glückwunsch an Trainer Armin Veh und Manager Horst Heldt. Sie haben sehr gute Arbeit gemacht und sind verdient deutscher Meister.»

Winfried Schäfer (früherer Trainer des VfB Stuttgart und des Karlsruher SC): «Die Mannschaft, die am souveränsten war in dieser Saison, ist Meister. Der Grund des VfB-Erfolges ist das gute Teamwork. Manager Heldt und Trainer Veh haben als Paar fantastisch gearbeitet. Der Erste in der Tabelle hat den Titel verdient. Aber das Niveau in der Bundesliga ist nach unten gegangen. Das liegt an den Bayern. Sie haben eine schlechte Einkaufspolitik betrieben, sie haben mit dem Trainerwechsel gezögert und der Trainer Hitzfeld hat nicht viel bewegt. Es ist gut für die Entwicklung im deutschen Fußball, dass mit dem Nachwuchs gut gearbeitet wird, so wie beim VfB.»

Gerhard Mayer-Vorfelder (früherer Präsident des VfB Stuttgart und des Deutschen Fußball-Bundes): «Das ist ein voller Erfolg, das ist ja wahnsinnig. Ich habe mich genau so wie früher gefreut. Jetzt darf der VfB auf dem Trikot ja einen goldenen Stern tragen für den fünften Titel. Ich freue mich, dass ich daran zu zwei Dritteln beteiligt bin.»

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