Der VfB Stuttgart fühlt sich in seiner Verfolgerrolle pudelwohl. «Wenn man solche Spiele für sich entscheidet, bleibt man oben dabei», sagte Torhüter Timo Hildebrand nach dem glücklichen 2:1-Erfolg gegen Hannover 96. Ein kurioses Eigentor von 96-Profi Dariusz Zuraw rettete den Schwaben den Sieg. Dennoch sieht Chefcoach Armin Veh sein Team nichts als Titelkandidat. «Wir wollen unseren Tabellenplatz halten», meinte der VfB-Coach. Damit wäre ein Champions-League-Platz erreicht. Im spannenden Abstiegskampf hat Energie Cottbus ebenso wie die zuletzt kriselnde Elf von Hertha BSC mit neuem Coach das rettende Ufer fast erreicht. Dank der Treffer des erneut überragenden Rumänen- Duos Sergiu Radu und Vlad Munteanu kamen die Lausitzer zum 3:2-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg und stehen mit 38 Punkten recht sicher da. Mit Neu-Trainer Karsten Heine erreichten die Berliner durch das 3:1 beim VfL Bochum ebenfalls 38 Zähler. «Es war ein Anfang. Aber es fehlen noch ein paar Punkte zum Klassenverbleib», sagte Heine. Gilberto, Christian Gimenez und Chinedu Ede trafen für Hertha. Prekär ist die Situation nicht nur für den Tabellenvorletzten Mainz 05, sondern auch für die punktgleiche Mannschaft aus Bielefeld. Nach dem 2:4 gegen Eintracht Frankfurt droht den Ostwestfalen der siebte Bundesliga-Abstieg. «Es gibt keinen Grund, sich aufzugeben. Die Entscheidung wird wohl erst am letzten Spieltag fallen», sagte Arminias Präsident Hans-Hermann Schwick. Die Frankfurter, für die Ioannis Amanatidis zwei Treffer erzielte, haben sich hingegen mit 34 Punkten wieder ein wenig Luft verschafft. Auch der Hamburger SV glaubt nach dem glücklichen 1:0-Sieg durch Paolo Guerrero in Mönchengladbach fest an die weitere Erstliga- Zugehörigkeit. «Nächste Woche gegen Mainz wollen wir das klären und 38 Punkte erreichen. Dann sind wir da unten raus», versprach HSV-Verteidiger Joris Mathijsen. Für die Gladbacher hingegen sind die Lichter in der Bundesliga wohl endgültig ausgegangen. «Das war ein Riesenschritt in die 2. Liga», befand Nationalspieler Marcell Jansen. Nur eine Siegesserie in den restlichen fünf Begegnungen kann den Traditionsclubs noch retten. Eine gelungene Generalprobe für das Pokal-Halbfinale gegen Frankfurt feierte der 1. FC Nürnberg mit dem 1:0 gegen Alemannia Aachen. Chhunly Pagenburg traf mit seinem ersten Bundesligatreffer zum schmeichelhaften Erfolg. «Für mich ist ein Kindheitstraum wahr geworden», sagte der Torschütze. Aachen muss bei nur drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz bangen.
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