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Titel-Vierkampf geht weiter - BVB rutsch ab

Düsseldorf (dpa) - 15.04.2007, 18:59 Uhr

Miroslav Klose (r) klatscht nach seinem Tor mit Teamkollege Patrick Owomoyela ab.
Miroslav Klose (r) klatscht nach seinem Tor mit Teamkollege Patrick Owomoyela ab.

Der FC Schalke 04 lässt sich auf dem Weg zur ersten deutschen Meisterschaft seit 49 Jahren nicht beirren und steuert schnurstracks auf den achten Titelgewinn der Vereinsgeschichte zu.

«Das war ein Meilenstein», jubelte Trainer Mirko Slomka nach dem eindrucksvollen 3:0 beim FSV Mainz 05. Fünf Runden vor Saisonschluss der Fußball-Bundesliga halten die «Königsblauen» ihre Verfolger auf Distanz und geben sich keine Blöße.

Doch der Hauptkonkurrent bleibt dran: Werder Bremen rückte mit dem 2:0 bei Borussia Dortmund wieder an Position zwei und hat nach den Treffern von Miroslav Klose (28.), der in der Bundesliga nach 74 Tagen Pause wieder erfolgreich war, und Diego (39.) nur zwei Punkte Rückstand auf die «Knappen». Titelverteidiger Bayern München besiegte den Krisenclub Bayer Leverkusen durch Tore von Mark van Bommel (30.) und Roy Makaay (47.) mit 2:1. Für Leverkusen erzielte Andrej Woronin (60.) das 1:2. Am nächsten Spieltag müssen die Bayern zum «Endspiel» um Rang drei beim VfB Stuttgart antreten, der mit zwei Zählern Rückstand auf Bremen Dritter ist.

Im dramatischen Abstiegskampf sind Mainz, Arminia Bielefeld und Dortmund die Verlierer des Wochenendes. Der BVB als ehemaliger Weltcupsieger hat als Tabellen-15. nur zwei Punkte Vorsprung auf Bielefeld und Mainz. Für Borussia Mönchengladbach gibt es nach dem 0:1 gegen den Hamburger SV kaum noch Hoffnung auf Rettung.

Mit der Rückkehr des fünf Spiele gesperrten Lincoln, der sein Comeback mit einem Treffer krönte, nahmen die Schalker die Hürde in Mainz souverän. «Wenn es so weiterläuft, werden wir es schaffen», meinte Gerald Asamoah, der nach Kevin Kuranyis Führungstreffer das 2:0 erzielte. Trainer Slomka lobte vor allem seinen brasilianischen Regisseur. «Lincolns Leistung war die richtige Antwort auf das, was vorher passiert ist. Er will unbedingt dazu beitragen, dass wir es schaffen. Das hat er eindrucksvoll unterstrichen», befand Slomka.


Der VfB Stuttgart fühlt sich in seiner Verfolgerrolle pudelwohl. «Wenn man solche Spiele für sich entscheidet, bleibt man oben dabei», sagte Torhüter Timo Hildebrand nach dem glücklichen 2:1-Erfolg gegen Hannover 96. Ein kurioses Eigentor von 96-Profi Dariusz Zuraw rettete den Schwaben den Sieg. Dennoch sieht Chefcoach Armin Veh sein Team nichts als Titelkandidat. «Wir wollen unseren Tabellenplatz halten», meinte der VfB-Coach. Damit wäre ein Champions-League-Platz erreicht.

Im spannenden Abstiegskampf hat Energie Cottbus ebenso wie die zuletzt kriselnde Elf von Hertha BSC mit neuem Coach das rettende Ufer fast erreicht. Dank der Treffer des erneut überragenden Rumänen- Duos Sergiu Radu und Vlad Munteanu kamen die Lausitzer zum 3:2-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg und stehen mit 38 Punkten recht sicher da. Mit Neu-Trainer Karsten Heine erreichten die Berliner durch das 3:1 beim VfL Bochum ebenfalls 38 Zähler. «Es war ein Anfang. Aber es fehlen noch ein paar Punkte zum Klassenverbleib», sagte Heine. Gilberto, Christian Gimenez und Chinedu Ede trafen für Hertha.

Prekär ist die Situation nicht nur für den Tabellenvorletzten Mainz 05, sondern auch für die punktgleiche Mannschaft aus Bielefeld. Nach dem 2:4 gegen Eintracht Frankfurt droht den Ostwestfalen der siebte Bundesliga-Abstieg. «Es gibt keinen Grund, sich aufzugeben. Die Entscheidung wird wohl erst am letzten Spieltag fallen», sagte Arminias Präsident Hans-Hermann Schwick. Die Frankfurter, für die Ioannis Amanatidis zwei Treffer erzielte, haben sich hingegen mit 34 Punkten wieder ein wenig Luft verschafft.

Auch der Hamburger SV glaubt nach dem glücklichen 1:0-Sieg durch Paolo Guerrero in Mönchengladbach fest an die weitere Erstliga- Zugehörigkeit. «Nächste Woche gegen Mainz wollen wir das klären und 38 Punkte erreichen. Dann sind wir da unten raus», versprach HSV-Verteidiger Joris Mathijsen. Für die Gladbacher hingegen sind die Lichter in der Bundesliga wohl endgültig ausgegangen. «Das war ein Riesenschritt in die 2. Liga», befand Nationalspieler Marcell Jansen. Nur eine Siegesserie in den restlichen fünf Begegnungen kann den Traditionsclubs noch retten.

Eine gelungene Generalprobe für das Pokal-Halbfinale gegen Frankfurt feierte der 1. FC Nürnberg mit dem 1:0 gegen Alemannia Aachen. Chhunly Pagenburg traf mit seinem ersten Bundesligatreffer zum schmeichelhaften Erfolg. «Für mich ist ein Kindheitstraum wahr geworden», sagte der Torschütze. Aachen muss bei nur drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz bangen.

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