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HSH Nordbank kauft Stadionnamen des HSV

Hamburg (dpa) - 29.03.2007, 14:39 Uhr

Hans Berger (HSH-Nordbank,l) und HSV-Boss Bernd Hoffmann bei der Präsentation.
Hans Berger (HSH-Nordbank,l) und HSV-Boss Bernd Hoffmann bei der Präsentation.

Der akuten Abstiegsgefahr zum Trotz hat der Hamburger SV einen Millionen-Coup eingefädelt und wird für den Stadionnamen HSH Nordbank Arena in den kommenden sechs Jahren rund 25 Millionen Euro einnehmen.

«Das ist für den HSV ein sehr, sehr guter Tag», sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann bei der Vorstellung des neuen Namensgebers, der den Internetdienstleister AOL ablöst. Bis zum Juli soll der neue Schriftzug die alten Buchstaben der AOL Arena ersetzen. Der HSV ist damit der erste Verein in der Fußball-Bundesliga, der seinen Stadionnamensgeber wechselt.

Vor knapp sechs Jahren waren die Hanseaten die ersten, die den Namen ihrer Spielstätte verkauften. Gut 18 Millionen Euro bezahlte AOL für fünf Jahre; der traditionsreiche Name «Volksparkstadion» verschwand. Der Sturm der Entrüstung gegen den damaligen Präsidenten Werner Hackmann ist längst abgeflaut. Andere Vereine haben das lukrative Geschäft mit den Namen ebenfalls entdeckt. Insgesamt zwölf Stadien in der Bundesliga haben mittlerweile ihre Namen verkauft. Veltins Arena, AWD Arena oder Allianz Arena - die Vermarktung der Spielstätten ist Alltag.

Sowohl der HSV als auch die Bank spielten «seit Jahren erfolgreich in der obersten Liga ihres Metiers, haben aber auch Ambitionen, sich weiter zu entwicklen», sagte Bankchef Hans Berger. Beim HSV konnte auch der neue Trainer Huub Stevens das Abstiegsgespenst trotz zunächst vier Siegen am Stück noch nicht vertreiben.

«Das ist eine wahre Liebesheirat», sagte Hoffmann. Die HSH Nordbank will sich zunächst für insgesamt sechs Jahre an den HSV binden, nach drei Jahren haben aber beide Seiten die Möglichkeit, den Vetrag aufzugeben. Dass sich die Bank, die sich sonst dem Segel-Sponsoring verschrieben hat, den Schritt in die Bundesliga wagt, hat aber vor allem geschäftliche Gründe. Die Bank strebt in den kommenden Jahren an die Börse. «Wir verfolgen damit unmittelbar geschäftliche Interessen», führte Berger aus. Dennoch gehe es auch darum, die tiefe Verbundenheit der Bank mit der Region auszudrücken. Im Juli wollen Verein und Sponsor den neuen Namen mit einem großen Fan-Fest feiern.


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