Das Rätsel Miroslav Klose: Bleibt er? Geht er?
20.03.2007, 13:33 Uhr
Miroslav Klose nach einer vergebenen Torchance.
Bremen (dpa) - Werder Bremens Werbebotschaft ist kurz und eindeutig. «Redet nicht viel. Lasst Tore sprechen», lautet der Slogan neben dem Bild des Nationalstürmers Miroslav Klose, mit dem der Fußball-Bundesligist in Anzeigen, im Internet oder auch auf einem Plakat im Bremer Hauptbahnhof wirbt. Tatsächlich spricht Klose im Moment nicht übermäßig viel - aber leider stimmt der zweite Teil des pfiffigen Reklame-Spruchs nicht: Klose lässt schon seit mehreren Wochen keine Tore mehr sprechen und gibt Fans wie Verantwortlichen Rätsel auf. Warum trifft der Bundesliga-Torjäger der vergangenen Saison seit Ende Januar nicht mehr ins Tor? So lautet eine der vielen Fragen, denn fraglich ist auch Kloses Zukunft: Bleibt er? Oder geht er? «Die Situation ist nach wie vor völlig offen», bestätigte Werder-Manager Klaus Allofs. Es gebe Anfragen anderer Vereine und weiterhin das Werder-Angebot, den bis 2008 laufenden Vertrag vorzeitig zu verlängern, aber noch lange keine Entscheidung. Auch Kloses Berater Alexander Schütt sagte: «Es gibt keinen neuen Stand.»
Dabei hatte der 28 Jahre alte Stürmer noch im Januar- Trainingslager eine frühe Entscheidung angekündigt und den Kreis der für ihn in Frage kommenden Vereine auf fünf eingeschränkt. Womöglich ist aber keiner aus diesem Quintett bei jenen Clubs dabei, die Allofs mit «großes Interesse» umschreibt: «Nähere Informationen möchte ich dazu nicht geben.» Für die Werder-Planung wäre es jedenfalls hilfreich, möglichst bald zu wissen, wozu Klose sich entschließt, um rechtzeitig einen Nachfolger suchen zu können. Der WM-Torschützenkönig zaudert mit seiner Entscheidung über die Zukunft offensichtlich genauso wie zuletzt beim Schuss aufs Tor. «Miro hatte gedacht, er könnte sich schneller entscheiden. Aber er hat erkannt, wie schwer ihm diese Entscheidung fällt. Deswegen können wir im Moment keinen Zeitplan aufstellen», hatte sein Berater vor einer Woche erklärt. |