BVB setzt im Abstiegskampf auf Trainer Doll
Dortmund (dpa) - 13.03.2007, 11:37 Uhr
Thomas Doll lacht bei seiner Präsentation in Dortmund in die Kamera.
Borussia Dortmund setzt im Abstiegskampf auf Trainer Thomas Doll. Der 40 Jahre alte Fußball-Lehrer unterschrieb beim Bundesligisten einen Vertrag bis zum 30. Juni 2008. Er tritt die Nachfolge des am Vortag zurückgetretenen Jürgen Röber an. Doll ist in Dortmund bereits der dritte Coach in dieser Saison nach Röber und Bert van Marwijk. «Wir sind überzeugt, dass er in unserer Situation genau der richtige Trainer ist», sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Die Gespräche mit Doll und dessen Konzept hätten ihn überzeugt, eine gute Wahl getroffen zu haben. «Er hat uns Zuversicht gegeben», so Watzke. Doll war zuvor zweieinhalb Jahre Trainer des Hamburger SV. Der Verein entließ ihn am 1. Februar nach einer Bundesliga-Talfahrt bis auf den letzten Tabellenrang. Zum Wechsel nach Dortmund sagte Doll: «Der BVB musste nicht viel Überredungsarbeit leisten ... Es ist eine tolle Sache, wenn man als so junger Trainer wie ich von solch einem Verein kontaktiert wird.»
Ex-Trainer Röber rechnete unterdessen am Tag nach seinem Rücktritt mit seinen ehemaligen Spielern ab. «Ich hätte manchen Profi knallhart aus dem Kader streichen sollen», sagte der 53-Jährige in einem Interview der «Ruhr Nachrichten». Er warf den BVB-Spielern mangelnde Einstellung vor. Lediglich Florian Kringe und Markus Brzenska seien charakterlich über jeden Zweifel erhaben. Vor allem kritisierte Röber Nationalspieler Christoph Metzelder. «Ich habe ihn anders eingeschätzt. Im Training laufe ich immer vorne weg. Metzelder lässt sich lieber ans Ende zurückfallen», sagte Röber. Der neue Borussia-Hoffnungsträger Doll steht gleich bei seinem Debüt im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg unter Erfolgszwang: Der Revierclub ist nach zuletzt drei Niederlagen nur noch einen Punkt vom 16. Tabellenplatz entfernt. Dolls erster Auftritt im Westfalenstadion mobilisiert unterdessen die Zuschauer. Das Spiel gegen den «Club» ist bereits fast ausverkauft. Bis auf rund 1000 Tickets waren alle der 80 702 Karten verkauft.
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