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Notizen vom 23. Bundesliga-Spieltag

25.02.2007, 12:36 Uhr

Die Cottbuser starten nach dem 1:1 zum Mannschaftsjubel durch.
Die Cottbuser starten nach dem 1:1 zum Mannschaftsjubel durch.

REVANCHE: Nach seinem verwandelten Foulelfmeter beim 2:1 gegen den VfL Wolfsburg leistete sich Lukas Podolski beim Torjubel der Bayern-Profis einen demonstrativen Schubser gegen Mark van Bommel.

Es war eine Art Revanche für den resoluten Anpfiff, den ihm der Niederländer bei einer Kontroverse in Madrid beim 2:3 gegen Real verpasst hatte. Trainer Ottmar Hitzfeld hatte mit den zwei Streihähnen den Zoff von Madrid besprochen. «Die Art und Weise war übertrieben», rügte Hitzfeld seinen Mittelfeld-Chef, den er aber auch verteidigte: «Mark van Bommel ist ein Aggressiv-Leader, ähnlich wie Stefan Effenberg.»

COMEBACK: Zwei Wochen nach seinem Kurzeinsatz beim 1:0 gegen Bielefeld stand Andreas Görlitz gegen Wolfsburg erstmals seit zweieinhalb Jahren in der Bundesliga wieder in der Startelf des FC Bayern. Bis zu seiner Auswechslung in der 73. Minute machte der zweimalige Nationalspieler eine gute Partie im rechten Mittelfeld. Höhepunkt war eine Rettungstat im eigenen Strafraum, als er dem frei stehenden VfL-Stürmer Diego Klimowicz den Ball noch abluchste. «Es freut mich, dass er wieder den Mumm hat, so in die Zweikämpfe zu gehen», lobte Hitzfeld den fünf Mal am Knie operierten Görlitz.

JUBILÄUM I: FIFA-Schiedsrichter Herbert Fandel absolvierte in Hannover sein 200. Bundesligaspiel. Er hatte dabei viel zu tun einige strittige Aktionen zu entscheiden - und lag nie falsch. Das einzige Mal, als er sich unsicher war, fragte er seinen Assistenten Christian Soltow und zeigte auf den Elfmeterpunkt - und lag auch damit richtig.

JUBILÄUM II: Mehdi Mahdavikia wurde vor seinem 200. Bundesliga-Spiel für den Hamburger SV geehrt. Der iranische Flügelspieler kam 1999 an die Elbe und erinnert sich am Liebsten an Partie Nummer 174: Da gewann der HSV am 4. März 2006 erstmals nach 24 Jahren bei Bayern München und Mahdavikia hatte das Siegtor vorbereitet. «Diesen Erfolg werde ich nie in meinem Leben vergessen», sagt der 29-Jährige, dessen Vertrag zum Sommer ausläuft.


SCHAUER-ERLEBNIS: In der 56. Minute der Partie zwischen Bochum und Aachen ging ein seltsamer und seltener Hilferuf durch das Bochumer Stadion. Der Besitzer eines Fahrzeugs aus Untertürkheimer Produktion möge bitte ganz schnell zu seinem Auto kommen: Sämtliche Fenster seien offen. Dummerweise regnete es zu diesem Zeitpunkt im Revier in Strömen, dem Pkw war eine ungewollte Innen-«Wäsche» sicher. Nicht überliefert ist, ob der Halter der Aufforderung folgte oder es vorzog, der in dieser Phase überaus spannenden Begegnung weiter beizuwohnen.

VORBILD: Jetzt ist es raus. «Wenn ich überhaupt ein Trainer-Vorbild habe, dann ist es der Hansi», sagte Jürgen Klopp, Trainer des FSV Mainz 05, bei der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem 2:1-Sieg der Rheinhessen über den 1. FC Nürnberg mit Trainer Hans Meyer. Und der nie um einen Spruch verlegene Meyer ließ sich nicht lange zum verbalen Doppelpass bitten. «Ab sofort auch wieder Kloppi», sagte er in Richtung seines grinsenden Kollegen.

TOPTALENT: Der 19-Jährige Sami Khedira vom VfB Stuttgart erntete nach dem 0:0 gegen Hertha BSC wieder einmal viel Lob. «Er hat ein Riesenspiel gemacht», sagte sein Trainer Armin Veh, nachdem der Deutsch-Tunesier erstmals bei den Profis im zentralen defensiven Mittelfeld agierte. Khediras Vater Lazhar sorgt schon dafür, dass der Jungprofi nicht abhebt. «Wenn ich neun von zehn Dingen gut gemacht habe, dann spricht er mit mir nur über das, was mir nicht gelungen ist», sagte Khedira.

ABSCHIEDSTOUR: Torhüter Timo Hildebrand muss trotz seines im Sommer bevorstehenden Abgangs keinen Liebesentzug bei seinen Fans befürchten. Entgegen den üblichen Gepflogenheiten im Fußball wurde er bisher nicht ausgepfiffen. Allerdings hält der 27-Jährige auch seit Wochen sehr gut. «Die Leute haben alle ein feines Gespür. Sie wissen, dass ich immer alles für den Verein gegeben habe», meinte die Nummer zwei der Nationalmannschaft erfreut.

STADIONPARTY: Der einstige Publikums-Liebling verlegte seine Geburtstagsfeier gleich ins Stadion. Franklin Bittencourt, der im Jahr 2000 mitverantwortlich für den ersten Bundesliga-Aufstieg des FC Energie war, lud seine Gäste zum 38. Ehrentag kurzerhand zum Besuch des Spiels gegen Arminia Bielefeld (2:1) ein. Der Brasilianer hat auch nach Ende seiner aktiven Zeit in Cottbus seine Heimat gefunden, arbeitet als Scout für den Club.

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