Angst bei Arminia: «Es wird eng»
Cottbus (dpa) - 25.02.2007, 10:33 Uhr
Der Cottbuser Radu startet nach dem 2:1 vor dem Bielefelder Tor zum Jubellauf.
Null Punkte, 2:5 Tore, schlechtestes Team der Rückrunde und der Absturz auf einen Abstiegsplatz: Die Beförderung von Assistent Frank Geideck zum Cheftrainer ist bei Arminia Bielfeld nach hinten losgegangen. «Die Enttäuschung ist erst einmal groß. Die Stimmung ist sicher etwas schlechter», beschrieb der neue Chef den Zustand im Arminen-Lager nach einem deprimierenden 1:2 bei Energie Cottbus, der zweiten Niederlage im zweiten Spiel unter seiner Regie. Der ungebremste Fall der Ostwestfalen in der Fußball-Bundesliga geht auch unter Geideck weiter. «Es wird eng. Wir haben eine komfortable Situation verspielt», kommentierte Kapitän Mathias Hain die schon elfte sieglose Partie. Schon wird in Bielfeld mehr oder weniger offen über eine nicht zu Stande gekommene Rückholaktion des einstigen Arminia-Machers Uwe Rapolder diskutiert. «Da ist nichts dran», wollte davon allerdings Geschäftsführer Reinhard Saftig vor den Kameras nichts wissen und wies damit alle möglichen Zweifel an den Rettungs-Fähigkeiten des Von-Heesen-Nachfolgers Geideck zurück. «Natürlich ist das eine komplizierte Situation, die aber viele von uns schon durchlaufen haben. Wir müssen einfach weiter arbeiten und dürfen uns von außen nicht nervös machen lassen», sagte Abwehrmann Bernd Korzynietz.
Der neue Arminia-Chefcoach will nun bei seinem Personal «erst einmal die Köpfe frei bekommen», was alles andere als einfach wird. Denn als in den durchaus ansprechenden ersten 45 Minuten vor allem Artur Wichniarek in mehreren Situationen das zweite Tor misslang, machte Geideck «ein bisschen Angst» in seinem Team aus. Nach der Pause gelang den Gästen gar nichts mehr. «Wenn es kompliziert wird, muss man einfache Sachen machen», bemerkte der 39-Jährige. Wie das aussehen muss, zeigte am 23. Spieltag Abstiegs-Kontrahent Cottbus, der nach dem Bielfelder 1:0 durch Petr Gabriel (15. Minute) und einer unterirdischen ersten Hälfte «fast schon am Boden lag», wie Kämpfer Steffen Baumgart bekannte. «Tomislav Piplica haben wir zu verdanken, dass wir nicht höher in Rückstand geraten sind», erklärte Energie-Coach Petrik Sander, der sich in seiner Entscheidung bestätigt sah, weiter auf den kroatischen Routinier im Tor zu setzen. |